Sozialarbeit
Schulsozialarbeit
Die Schulsozialarbeit ist fester Bestandteil im Gesamtkonzept der Schule am Aasee. Schwerpunkte liegen in der Einzelfallberatung, Krisenintervention, Vernetzung von Hilfsmaßnahmen,
Kooperation mit außerschulischen Trägern (Jugendamt, Beratungsstellen usw.), Projektarbeit, Mitarbeit im Trainingsraum.
Die enge Zusammenarbeit mit dem Kollegium ist Grundvoraussetzung für eine funktionierende Schulsozialarbeit. (siehe Anhang Punkt A)
Projektarbeit
Projektarbeit ist ein weiteres umfangreiches Arbeitsfeld der Schulsozialarbeit.
Ein Gewaltpräventionsprojekt ist seit vielen Jahren im Schulprogramm festgeschrieben und wird von der Schulsozialarbeit in Zusammenarbeit mit
den Klassenlehrern organisiert und durchgeführt. Die Kooperation mit dem Jugendamt bildet die Basis dieses Projektes.
In der Jahrgangsstufe 9 findet in Kooperation mit der Arbeiterwohlfahrt Münster das "Projekt Liebesleben" statt. (siehe Konzept!)
Schüler der Jahrgangsstufe 8 haben die Möglichkeit, sich um einen Platz im "SaM-Projekt" (SaM = Schüler als Multiplikator) der Suchtberatungsstelle zu bewerben. (siehe Konzept!)
Außerdem werden zum Thema Sucht Aktionstage veranstaltet, die besonders die Gefährdung durch Alkoholmissbrauch in den Mittelpunkt stellen. Hier werden unter anderem Mitglieder
der "Anonymen Alkoholiker" in die Schule eingeladen, um mit den Schülern über dieses Thema zu diskutieren und von ihren eigenen Erfahrungen zu berichten.
Die Prävention des Rauchens ist Bestandteil des "Fit und Stark-Programms" in der Jahrgangsstufe 5. Weitergeführt wird das Thema durch das Angebot der Teilnahme
am Wettbewerb "Be smart - don`t start" ab Klasse 6.
Trainingsraumarbeit
Zeitlich begrenzt (siehe Arbeitsplan) ist die Mitarbeit der Sozialpädagogin im Trainingsraum vorgesehen. Hier gibt es folgende Schwerpunkte:
- Rücksprache mit den Lehrern
- Rückmeldung über die Häufigkeit der Anwesenheit im Trainingsraum (an Lehrer und Eltern)
- Weiterentwicklung/Reflexion des TR-Konzeptes mit den Trainingsraumlehrern
- Arbeit mit schwierigen Schülern, die häufig und mit besonderer Problematik im TR erscheinen
(evtl. unter Einbeziehung der Eltern)
Mädchenarbeit in Form einer AG
Seit dem Schuljahr 2004/2005 wird für Mädchen der Jahrgangsstufen 5-7 eine AG Mädchengruppe angeboten. Hier wird das Programm mit den Teilnehmerinnen zusammen erarbeitet und
reicht von kreativen Freizeitangeboten (töpfern, malen, basteln...) über gemeinsame Unternehmungen, Musik hören, tanzen bis hin zu Gesprächskreisen zu bestimmten Themen und Problemen.
Das vorliegende Konzept bildet das Grundgerüst für die Schulsozialarbeit in der Schule am Aasee. Durch Austausch mit Kollegen, Schulleitung und anderen Institutionen der Jugendhilfe
lassen sich neue Projekte integrieren und Arbeitsschwerpunkte verschieben. Schulsozialarbeit muss flexibel bleiben und sich den Problemlagen der Schule/Schüler anpassen.
Schüler der Schule am Aasee zu "Smart-Usern" ausgebildet.
Projekt zum Thema "Sexualisierte Gewalt in digitalen Medien"
Das Internet ist aus dem Alltag von Schülerinnen und Schülern nicht mehr wegzudenken. Facebook, OSC, Schüler-VZ, das sind nur einige Beispiele von häufig genutzten Internetnetzwerken,
in denen gepostet, kommentiert und kommuniziert wird. Schätzungsweise 90 % der Jugendlichen sind regelmäßig dort "unterwegs". Der Schutz der eigenen Profile wird dabei oft vernachlässigt,
häufig werden Adresse oder Telefonnummern bekannt gegeben. Auch der Umgang der Schüler untereinander ist im Internet oft problematisch. Beschimpfungen und Beleidigungen sind leider an der Tagesordnung.
Auch Kriminelle und Pädophile nutzen die Anonymität des Netzes, um Kontakte zu möglichen Opfern herzustellen.
An 4 Projekttagen haben sich 11 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 intensiv mit dem Thema beschäftigt.
Unter der Projektleitung von Georg Johann und Doro Hucks haben sie ihr eigenes Verhalten im Internet reflektiert und sich mit potenziellen "Tätern" und deren Strategien im Internet auseinandergesetzt.
Wie gehe ich mit der Bekanntgabe von persönlichen Daten im Internet um, wie schütze ich mein Profil, damit nicht alle Einträge für jedermann einsehbar sind,
wie reagiere ich auf Freundschaftsanträge von Menschen, die ich nicht persönlich kenne? Mit den Smart-Usern sind diese Fragen während der Projekttage ausführlich besprochen worden.
Damit auch Mitschülerinnen und Mitschüler von ihrem Wissen profitieren können, haben sich die Smart-User in den Klassen 5 - 8 in kleinen Rollenspieleinheiten vorgestellt und werden auch
in Zukunft bei Fragen rund um das Thema Internet zur Verfügung stehen. Auf der Homepage der Schule am Aasee wird die Seite der Smart-User verlinkt, so dass auch auf diesem Wege Informationen
über das Projekt transportiert werden.
Als Ergänzung ist im März noch ein Besuch des Kinderschutzbundes in Rheine geplant, der Ansprechpartner für die Beratung von Opfern sexueller Gewalt ist.
"Innocence in danger", ein Verein, der unter anderem Präventionsprojekte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen fördert,
hat das Smart-User-Projekt gemeinsam mit der "Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück", "Eigen-Sinn e.V." Bielefeld, den "Berliner Jungs" und den "Mutwilligen" aus Köln entwickelt,
gefördert wurde das Ganze vom Bundesministerium für Familie.
Für die Schülerinnen und Schüler der Schule am Aasee eine tolle und lohnenswerte Erfahrung, von der sicher noch viele Mitschüler profitieren werden.