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Schulprogramm

der Schule am Aasee


Beschlossen

Lehrerkonferenz : 12.12.2005
Schulkonferenz : 12.12.2005
Stand: Schuljahr 2010/2011


1. Einleitung

Das Schulprogramm wurde in seiner hier vorliegenden Form im Schuljahr 2010/2011 überarbeitet. Es fasst die bisherigen pädagogischen Schwerpunkte der Schule zusammen und wird ständig weiter entwickelt. Dabei dient es der Reflexion der bisher geleisteten Bildungs- und Erziehungsarbeit und vermittelt Schülern, Eltern und Lehrern einen Einblick in das Schulleben. Aktuelle Informationen, Projekte und Aktivitäten können über das Internet unter www.schule-am-aasee.de abgerufen werden.


2. Kurzporträt

Die Schule am Aasee in Ibbenbüren ist Gebundene erweiterte Ganztagshauptschule. Neben den vorgesehenen Hauptschulabschlüssen bietet die Schule zusätzliche Schullaufbahnen, wie zum Beispiel eine BuS-Klasse oder den Gemeinsamen Unterricht (GU) mit jeweils spezifischen Lern- und Abschlussprofilen.

Der Unterricht beginnt um 7.45 Uhr und endet nach der 8. Stunde um 15.25 Uhr, am Freitag bereits nach der 7. Stunde um 14.25 Uhr. Von Montag bis Donnerstag findet eine Mittagspause in der Zeit von 13 Uhr bis 13.55 Uhr statt, am Freitag endet sie schon um 13.40 Uhr. Die Schüler haben die Möglichkeit, in der schuleigenen Mensa zu Mittag zu essen. Darüber hinaus besteht in der Mittagszeit ein Freizeitangebot (siehe Punkt 5)

Die Schule verfügt über 1 Textilraum, 1 Musikraum, 3 NW-Räume, 1 Kunstraum, zwei Räume für den Technikunterricht, 1 Einheit für den Hauswirtschaftsunterricht, 1 Computerraum, 2 Räume für die Sonderpädagogischen Fördergruppen/den GU und 1 "Trainingsraum". Der 2007 fertiggestellte Neubau verfügt zusätzlich über 1 Elternsprechzimmer, 1 Gruppenraum mit Beamer, 1 Ruheraum, 3 Lehrerarbeitsräume, 1 Mensa, 2Toilettenräume, 1 Mediothek, 1 Leseraum, 1 Schülercafé, 1 Büro für die Sozialpädagogin.


3. Leitbilder der Schule

Eine Schule kann ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag nur dann erfüllen, wenn alle Beteiligten eng zusammenarbeiten.
In der Schule am Aasee wird dies auf verschiedene Weise umgesetzt:

- Absprachen zwischen Klassen- und Fachlehrern
- enge Kooperation im Rahmen des Gemeinsamen Unterrichts (GU) zwischen den Sonderpädagogen und den Lehrern
  der Hauptschule
- Unterstützung durch die Sonderpädagogin
- enge Zusammenarbeit mit der Schulleitung.

Neben dem Bildungsauftrag kommt dem Erziehungsauftrag der Schule eine zunehmend größere Bedeutung zu. Immer weniger Kinder erfahren in ihren Familien eine Erziehung auf der Basis einer demokratischen Gesellschaftsordnung. Die Schule am Aasee setzt sich unter anderem folgende Erziehungsschwerpunkte:

- gegenseitiges Akzeptieren und würdevoller Umgang miteinander
- Förderung von Toleranz und Vertrauen
- Vermittlung angemessener Konfliktlösungen
- Hilfen zur Gestaltung des persönlichen Lebens
- Erziehung zu Eigenverantwortung und selbstständigem Handeln

Diese Erziehungsschwerpunkte können nur in enger Zusammenarbeit zwischen Schülern, Eltern und Lehrern sowie außerschulischen Einrichtungen umgesetzt werden. Sie setzen die Bereitschaft aller am Schulleben Beteiligten voraus.<
Die Schule am Aasee fördert die Umsetzung der Erziehungsschwerpunkte durch:

- eine Betonung des Klassenlehrerprinzips (siehe Anhang D)
- das Bilden von Lehrerteams mit möglichst hoher Stundenzahl in einer Klasse
- eine enge Zusammenarbeit der Lehrer einer Jahrgangsstufe
- die Durchführung des sozialen Kompetenztrainings "Fit und stark fürs Leben" im 5. Schuljahr
- ein Gewaltpräventionsprogramm in der 7. Klasse
- eine enge Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, dem Begegnungszentrum, der Caritas, der Polizei sowie anderen   außerschulischen Institutionen
- die Umsetzung des Konzeptes für Eigenverantwortung im "Trainingsraum".


4. Übergang Grundschule - Hauptschule

Erprobungsstufe

Die neuen Schüler der Klasse 5 der Hauptschule am Aasee kommen in aller Regel mit schulischen Misserfolgserfahrungen und Kränkungen des Selbstwertgefühls in die neue Schule. Der Übergang ist noch einmal eine große Chance zur Änderung dieser negativen Selbsteinschätzung.

Der pädagogische Schwerpunkt der Schule am Aasee zielt also bei diesem Übergang wesentlich darauf ab zu ermutigen und die Lernzuversicht und Lernfreude der Kinder zu stärken.

Dazu wurde ein Rahmenkatalog für die Klassen 5/6 erarbeitet:

- Bildung eines Klassenlehrerteams, das in ständigem Austausch die Schüler in ihren Lernprofilen, ihren sozialen Bedingungen   und ihrer Entwicklung möglichst optimal unterstützt (siehe auch Anhang)
- behutsame Evaluation in den ersten Wochen, vor allem in den Hauptfächern, um den Lernstand festzustellen und daran   anknüpfen zu können
- Herstellung eines guten Verhältnisses zwischen Leistungsanforderung und ermutigender Notengebung
- Förderung bei Lerndefiziten, insbesondere in den Hauptfächern, in den verschiedenen Fördergruppen
- Förderung der Klasse als Gemeinschaft und soziales Gebilde mit gemeinsam aufgestellten und einsehbaren Regeln
- Einbeziehung der Eltern als wichtige Partner bei der Erziehungsarbeit
- Austausch mit den ehemaligen Klassenlehrer/innen der Grundschulen (Erprobungsstufenkonferenzen)
- konsequentes Einüben und Einfordern der sog. Sekundärtugenden wie Pünktlichkeit, Ordnung, Organisation der   Hausaufgaben, Höflichkeit und Rücksichtnahme gegenüber anderen


5. Ganztagsschule

Schulische Situation/Ausgangslage:

Die Schule am Aasee hat als zentrale Schule der drei Hauptschulen Ibbenbürens den kompletten Stadtbereich als Einzugsbereich und konzentriert dadurch sämtliche sozialen Problemlagen der Stadt auf sich. Die anderen Hauptschulen sind davon als Stadtteilschulen weniger betroffen. Von den ca. 320 Schülern der Schule haben etwa 42% einen Migrationshintergrund. Daraus ergibt sich zwangsläufig eine Schülerschaft, die in besonderem Maße einen individuellen Förderbedarf sowohl im Lernbereich als auch zunehmend im sozialen Bereich aufweist: Die erzieherische Unterstützung durch das Elternhaus ist immer weniger gewährleistet. Auf Grund der Schülerpopulation ist die Zusammenarbeit mit Jugendamt und Jugendgerichtshilfe usw. stark ausgeprägt.

Diesen pädagogischen Herausforderungen im fachlichen und sozial-emotionalen Bereich versucht die Schule am Aasee mit ihren Angeboten gerecht zu werden durch:

- verbindlichem fünftägiger Ganztagsunterricht für die Jahrgänge 5 bis 7 sowie dreitägiger Ganztagsbetrieb
  für die Jahrgänge 8 bis 10.
- verschiedene Fördergruppen im Bereich der Basisqualifizierung, z. B. im Bereich des   Spracherwerbs (Deutsch als   Zweitsprache, Alphabetisierung)
- vielfältige Arbeitsgemeinschaften (künstlerische, musische, handwerkliche, sportliche)
- Einsatz einer Sozialpädagogin
- gemeinsamen Unterricht von Schülern mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf (Integrative Lerngruppen)
- BuS-Klasse
- Trainingsraumprinzip

An der Schule am Aasee sind damit viele Grundlagen für das erfolgreiche Funktionieren einer Ganztagsschule gegeben. Hierbei ist die Bereitschaft des Kollegiums zur Innovation und weiteren pädagogischen Ausgestaltung der Angebote in Kooperation mit anderen Institutionen von zentraler Bedeutung. Die Verbesserung der Sozialkompetenz unserer Schüler ist ebenso intendiert wie die weitere Ausgestaltung des Bereichs "Übergang von Schule in Beruf durch z.B. eine Intensivierung von Partnerschaften mit Betrieben, um gerade Schülern der BuS-Klasse (Beruf und Schule) beim Übergang in das Berufsleben weiter zu qualifizieren.

Die Schule arbeitet besonders mit folgenden außerschulischen Partnern eng zusammen:

- Jugendamt
- Jugendgerichtshilfe
- Polizei
- Begegnungszentrum für Ausländer und Deutsche
- Lernen fördern
- Ausbildungszentrum der Kreishandwerkerschaft
- Handwerks- und Industriebetrieben
- Agentur für Arbeit

In einer kontinuierlich weitergeführten Entwicklung der pädagogisch-inhaltlichen, der sachlich-strukturellen und der personellen Ressourcen dieser Schule liegen die Chancen, dem gesellschaftlichen Bildungsanspruch und den ganz individuellen Bedürfnissen unserer Schülerschaft auch in Zukunft gerecht zu werden.

Erwartungen der Beteiligten an eine Ganztagsschule:

Erwartungen der Schüler:

- Die tatsächlichen Erwartungen sind eher praktischer Natur:
  Die Schüler erwarten einen zeitlichen Rahmen, der es ihnen erlaubt, ihren privaten Hobbys und ihrer Mitgliedschaft und den   Tätigkeiten in Jugendgruppen, Sportvereinen, Kirchen und Hilfsverbänden weiter nachzugehen.
- Reine Unterrichtstätigkeit über einen Zeitraum von acht U-Stunden mit nur kurzen Unterbrechungen wäre eine psychische und   physische Überforderung. Daher ist es sinnvoll, Freizeitaktivitäten in die Schule mit einzubeziehen.
- Nicht nur bekannte Aktivitäten, sondern auch neue Betätigungsfelder für die Freizeit müssen angeboten und vorgestellt werden.
- Bei Lernschwierigkeiten erwarten Schüler Ansprechpartner im Hinblick auf Förderkompetenz und diagnostische Kompetenz   und konkrete Hilfe bei Nachfrage.
- Schüler möchten Ansprechpartner haben, die sie als Schüler ernst nehmen und Probleme sachgemäß behandeln
  (soziale Kompetenz).

Erwartungen der Erziehungsberechtigten:

- Die Erziehungsberechtigten, insbesondere Alleinerziehende und/oder Berufstätige, erwarten, dass die Betreuung durch
  die GT-Schule sichergestellt ist und sie ungehindert ihrer Berufstätigkeit nachgehen können.
- Viele Eltern erwarten, von den Problemen ihrer Kinder mit Hausaufgaben und den oft damit verbundenen Konflikten durch die   Schule entbunden zu werden.
- Da mit dem längeren zeitlichen Aufenthalt in der Schule auch zusätzliche Erziehungsaufgaben vom Elternhaus auf die Schule   übertragen werden, müssen Lehrer Bildung und Erziehung als Gesamtauftrag noch stärker im Blickfeld haben.
- Sie erwarten von der Schule optimale, d. h. auch individuelle Förderung ihrer Kinder.
- Viele Erziehungsberechtigte erwarten eine sinnvolle Einführung und Einübung von Freizeitgestaltung ihrer Kinder.

Erwartungen der Lehrer:

Für Lehrer ist die Ganztagsschule ein Arbeitsplatz wie für Kollegen an anderen Schulen auch. Trotzdem können sie an die Ganztagsschule andere Ansprüche stellen:

- Verlässliche Stundenplanung, damit sie auch über ihre Freizeit frei verfügen können.
- Die erwartete und vorausgesetzte Erziehungsarbeit erhält eine noch größere Bedeutung. Der Lehrer hat daher verstärkt   Anspruch darauf, im Bedarfsfall Expertenhilfe zu erhalten (Fallberatung, Supervision, Fortbildung).
- Die Lehrer gehen davon aus, dass die an eine GT-Schule gestellten räumlichen Voraussetzungen gegeben sind:
    - Mensa, Cafeteria mit entsprechendem Personal
    - Ruheräume
    - Spielräume
    - Schülerbibliothek/ Mediothek
    - Arbeitsräume für Lehrer
    - Arbeitsraum für Sozialpädagogin
    - zukünftig mehr Kapazitäten in der Sporthalle

Ziele der Schule am Aasee als Gebundene Ganztagsschule

Aus der Situation der Schule, den Ansprüchen der Beteiligten und der "Qualitätsoffensive Hauptschule" der Landesregierung ergeben sich folgende Ziele:

Verbesserte Bildungs- und Abschlusschancen für alle Schüler und Verbesserung der Chancen beim Übergang in Ausbildung und Beruf durch:
- individuelle und zusätzliche Förderung der unterschiedlich begabten Schüler.
- außerunterrichtliche Angebote zur Persönlichkeitsbildung und zur Förderung der Ausbildungs- und Berufsreife in   Zusammenarbeit mit Einrichtungen der Jugendhilfe und Partnern aus Wirtschaft, Handwerk, Sport und Kultur.
- zusätzliche Angebote, die Möglichkeiten zur sinnvollen Gestaltung der Freizeit eröffnen.
- intensivere Erziehungsarbeit in Ergänzung zur Familie.
- Verbesserung von Lernklima und Lernbereitschaft.

Konzept des Ganztagsbetriebs:

Im Rahmen der Rhythmisierung von Unterricht wurde vom starren System des Vormittagsunterrichts und ausschließlichen Förder- und Hausaufgabennachmittagen abgegangen und Unterricht auch auf den Nachmittag gelegt. Damit stehen für die Einübung und Festigung von Unterrichtsinhalten ebenfalls Stunden am Vormittag zur Verfügung. So können für Übungen und Hausaufgaben unter Berücksichtigung der menschlichen Leistungskurve auch die leistungsstärkeren Tagesabschnitte berücksichtigt werden. Ebenfalls unter diesem Gesichtspunkt wird im Stundenplan entsprechend der planungstechnischen Möglichkeiten ein wechselndes Angebot zwischen den kognitiven, kreativ-sinnlichen und praktischen Fächern des Stundenkanons angestrebt. Die Ganztagsschule bietet durch eine bessere Verteilung der Unterrichtsstunden und Rhythmisierung des Schulalltags effektiveres Lernen.

Für die Jahrgänge 5 bis 7 ergibt sich bei vier Nachmittagen mit je zwei Unterrichtseinheiten und einem Nachmittag mit einer Unterrichtseinheit für die einzelnen Jahrgänge folgende Stundenverteilung:

Ganztagsbetrieb
Jg. Unterricht Vertiefungs-/ Übungsstunden in D, M, E Hausaufgaben in Kleingruppen mit Hauptfachlehrer Hausaufgaben: Klassenverband mit Klassenlehrer AG/ alternativ: FöUnterr. in M, D, E Gesamtstunden
5/6 29 Std 3 2 2 2+1 39
7 30 Std. 3 2 2 2 39


Folgendes Organisationssystem wird bei der Umsetzung in den Jahrgängen 5 bis 7 zu Grunde gelegt:
Neben den vorgeschriebenen Unterrichtsstunden pro Fach wird aus den zur Verfügung stehenden GT-Stunden den Fächern D, M und E wöchentlich je eine Ergänzungsstunde gewährt. Durch diese zusätzlichen Unterrichtsstunden können die Übungs- und Festigungsphasen (sonst Hausaufgaben) fachimmanent erledigt werden. Diese Organisationsform hat den Vorteil, dass die Übungen unter Anleitung des Fachlehrers erledigt werden. Der Fachlehrer hat die Möglichkeit, gezielt individuell zu helfen, gleichzeitig auch eine Rückmeldung seiner Unterrichtsergebnisse zu erfahren. Hier ergibt sich auch die Möglichkeit stützend und/oder erweiternd-fordernd zu differenzieren. Weiterhin bieten sich diese Stunden an, verstärkt an den Kernkompetenzen Lesen, Schreiben, Rechnen zu arbeiten.

Für nicht so schnell arbeitende Schüler wäre ein Rest an Aufgaben außerhalb des Unterrichts zu erledigen. Hinzu kämen noch Aufgaben aus den anderen Fächern. Zu diesem Zweck werden aus dem Ganztagspool weitere 4 Stunden als Hausaufgabenstunden angesetzt. In (möglichst) zwei dieser Stunden wird zugunsten einer stärkeren Individualisierung die Klasse bei entsprechender Größe in zwei Gruppen geteilt und - wenn möglich auch unter Einbeziehung des Klassenlehrers - jeweils von zwei Hauptfach-Lehrern der Klasse, die in der Regel auch Nebenfächer in der Klasse abdecken, bei den Hausaufgaben beaufsichtigt und angeleitet. In diesen Kleingruppen können gezielt Defizite einzelner Schüler aufgearbeitet werden, aber auch erweiternd-fordernde Zusatzaufgaben gestellt werden.

In der dritten und vierten Stunde erledigen die Schüler unter Anleitung des Klassenlehrers die "Haus"-aufgaben. Durch die veränderten gesellschaftlichen Bedingungen und durch die verlängerte Aufenthaltszeit in der Schule fällt der erzieherischen Arbeit der Klassenlehrer zunehmend mehr Bedeutung zu. Gerade ihm obliegt es im Rahmen intensiver Beziehungsarbeit den pädagogischen Anforderungen nachzukommen. Neben den Hausaufgaben hat er in diesen Stunden Gelegenheit, Probleme der Klasse oder einzelner Schüler in geeigneter Weise zu behandeln, Projekte vorzubereiten usw., um so auch seinen Fachunterricht von Organisatorischem zu entlasten und mehr Zeit für den eigentlichen Unterricht zu gewinnen. In allen Übungs- und Hausaufgabenstunden geht es weiterhin nicht nur um Unterrichtsinhalte, sondern auch um Methoden des Lernens, des selbständigen Arbeitens, der Verbesserung der Lernmoral (Konzentrationsübungen, Training der Lernausdauer, genaue Arbeitsweise).

In den Jahrgängen 5 und 6 kommen drei weitere Stunden als Arbeitsgemeinschaften aus dem GT-Pool, von denen eine wegen des meist schwierigen Wocheneinstiegs am Montag liegt, die beiden anderen zusammen mit dem 7. Jahrgang am Mittwochnachmittag. Die einstündige AG wird für die Jahrgänge 5 und 6 jeweils jahrgangsbezogen angeboten. Parallel zu diesen Arbeitsgemeinschaften sind in den Fächern D, M und E nach Bedarf zusätzlich Angebote vorbehalten, in denen einzelne Schüler besonders gefördert werden können.

Individuelle Fördermaßnahmen zielen zunächst auf die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch. Lücken in diesen Bereichen haben negative Folgewirkungen auf andere Fächer. Lerndefizite sind häufig auch auf Konzentrationsschwierigkeiten, Motivationsprobleme oder mangelnde Unterstützung durch häusliche Verhältnisse zurückzuführen. Alle diese Mängel gilt es durch fördernde Maßnahmen auszugleichen.


Die Möglichkeiten einer Ganztagsschule schaffen ein verbessertes individuelles Förderangebot im Hinblick auf

Stärkung von Kompetenzen durch:

- Begabungs- und Talentförderung Wahlpflichtunterricht und AGs
- gestütztes individuelles Lernen
- Hausaufgabenbetreuung und Übungs-Stunden
- Stütz- und Förderkurse
- Angebote parallel zu AGs
- Förderung der Individual- und Sozialkompetenz
- Lernen u. Fördern in Kleingruppen
- mehr Klassenlehrerstunden
- mehr Zeit für persönliche Zuwendung
- Sozialpädagogin
- Trainingsraum
- Beratungslehrerin
- Integrationsstunden
- Gemeinsamer Unterricht

Hausaufgaben sollen so gestellt werden, dass sie in der Regel innerhalb der im Ganztagsbereich zur Verfügung stehenden Zeit erledigt werden können. Das erfordert eine verstärkte Absprache der Fachlehrer untereinander und auch eine Rückmeldung der an der Hausaufgabenbetreuung beteiligten Lehrpersonen. Wegen der unterschiedlich schnellen Arbeitsweisen der Schüler sind eventuell differenzierte Aufgabenstellungen notwendig. Angestrebt wird, die Arbeitsstunden in den zweiten Teil des Vormittags zu legen. Da sich das stundenplantechnisch nicht immer verwirklichen lässt, werden Elemente der Wochenplanarbeit in die Hausaufgabenstellung einfließen und Schüler lernen müssen, vorausschauend zu planen.

In den Jahrgängen 8 bis 10 wird der Ganztagsbetrieb schwerpunktmäßig an drei Nachmittagen (Mo. Mi, Do) mit jeweils zwei Stunden fortgesetzt. Donnerstags wird der Schwerpunkt auf Arbeitsgemeinschaften für diese höheren Jahrgänge gelegt. Zusätzlich ist für jede Klasse eine Hausaufgabenstunde in dem Hauptfach eingeplant, das der/die Klassenlehrer/in oder Deutschlehrer/in unterrichtet, um Möglichkeiten zur Erledigung von Klassenangelegenheiten zu haben. Außer am Pflichtnachmittag Montag werden Dienstag, Mittwoch und Donnerstag Förderunterrichte in den Hauptfächern angeboten, die so verteilt sind, dass die Schüler auch mehrere Fächer nutzen können. Die Schüler/innen müssen insgesamt jedoch mindestens drei Nachmittage verbindlich belegen. Möglich ist auch die Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften der Jahrgänge 5 - 7 am Mittwoch, wenn diese sowohl für jüngere als auch für ältere Schüler geeignet sind.
Donnerstags kann neben bestehenden Angeboten der Schwerpunkt Berufswahlvorbereitung genutzt werden (Berufsorientierungsbüro, Einbeziehung von Fachkräften aus der Berufswelt). Es besteht auch die Möglichkeit, dass Schüler der Jahrgänge 9 und 10 alternativ zu Förderunterricht oder AG an ein oder zwei Nachmittagen (außer montags) ein weiteres Praktikum in Betrieben absolvieren. Dieser Aspekt ist nicht nur für die Hauptschüler von Bedeutung, sondern insbesondere auch für die Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf.

Ganztagsbetrieb
Jg. Unterricht Vertiefungs-/ Übungsstunden in D, M, E Hausaufgaben: Klassen-verband mit Klassenlehrer AG/ alternativ: Fö-Unterr. in M, D oder E Gesamtstunden
8 30 Std 3 1 Kl-Lehrer oder D-Lehrer 2 36
9 30 Std.   1 2 AG u. 2 Fö-U. alt: 4 Stunden Betriebspraktikum 35
10 30 Std.   1 2 AG u. 2 Fö-U. alt: 4 Stunden Betriebspraktikum 35


Arbeitsgemeinschaften:

Schülerinteressen sollen durch zusätzliche fachbezogene und fachübergreifende Lernangebote gefördert werden. Den Schüler sollen Möglichkeiten zur eigenen Gestaltung der Freizeit aufgezeigt werden durch Angebote von künstlerischen, handwerklichen, technischen, experimentellen, musischen, informationstechnologischen, sprachlichen, ökologischen, friedenserziehenden und sportlichen Arbeitsgemeinschaften. Die Angebote werden abhängig von der Nachfrage der Schüler und den Schwerpunkten der Lehrer gemacht. Die Schule denkt darüber nach, unter Aspekten der Kapitalisierung andere Professionen in die Schule zu holen und so durch Einbeziehen außerschulischer Fachleute die folgenden Angebote noch attraktiver zu machen:

- Schach
- Kochen
- Ernährungsführerschein
- Schulradio
- Metallbau
- (Flug-) Modellbau
- Wir malen unsere Welt
- Karikaturen zeichnen
- Reparaturen
- Handelsenglisch
- Mädchengruppe
- Gesprächsparcours (Sozialtraining)
- Handball
- Schulsanitäter
- Informatik
- Akrobatik/Bewegungskünste
- Fußball
- Patenschaft für Ehrenfriedhof/Kriegsgräberfürsorge
- Tischtennis
- Russisch (Partnerschule in Minsk)
- Klettern an der Kletterwand
- Tanzen
- Skigymnastik (Vorbereitung Skifreizeit)
- Fotos und Filme manipulieren
- Mädchengruppe

Parallel zu den Arbeitsgemeinschaften bietet sich an diesem Nachmittag auch die Durchführung von Projekten an.


Mittagspause:

Die einstündige Mittagspause liegt - dem Biorhythmus angepasst - nach der 6. Unterrichtsstunde und dient zunächst der Einnahme des Mittagessens in der Mensa zum Preis von 2,65 Euro. Es werden Fertigprodukte in Verbindung mit Frischwaren angeboten. Um dem Verlassen des Schulgeländes vorzubeugen, wird das Mittagessen gleich zu Beginn der Mittagspause angeboten. Angestrebt ist, möglichst viele Schüler von der gemeinsamen Mahlzeit zu überzeugen. Jüngere Schüler streben in der Mittagszeit eher nach Bewegung, aber auch nach Ruhezeiten, während ältere Schüler eher "abhängen" möchten. Entsprechend müssen die Freizeitinhalte zugeschnitten sein. Folgende offene Angebote stehen zur Auswahl:

Freizeitangebote an allen Tagen:

Tischfußball, Billard, Kletterwand, Spielplatz, Mediothek
Zusätzliche Angebote:

montags: Schülercafe, Bibliothek, Yoga, Pausenchor, Ruheraum, Spieliothek
dienstags: Ruheraum, Spieliothek
mittwochs: Schülercafe, offenes Sportangebot in der Sporthalle, Gitarren- und Trompetenkurs, Ruheraum, Spieliothek
donnerstags: Schülercafe, Bibliothek, Ruheraum, Spieliothek
freitags: Informatikraum, Ruheraum, Spieliothek



Möglicher Stundenplan Jahrgang 7

  Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
1. U U U U U
2. U U U U U
3. U U U U U
4. U U U Übung D U
5. Übung M U U U U
6. U U Übung E Hausaufg. Klassenlehrer U
7. Hausauf-gabe D/M 2 L/Klasse U AGs Jg. 5,6,7 Mädchengruppe Dyskalkulie Förder-unterricht U Hausaufg. Klassenlehrer
8. U Hausaufg M/E 2 L/Klasse AGs Jg. 5,6,7 Mädchengruppe Dyskalkulie Förder-unterricht U  



Möglicher Stundenplan Jahrgang 9 - 10

  Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
1. U U U U U
2. U U U U U
3. U U U U U
4. U U Übungsstunde Klassenlehrer Übung E/M U
5. Übung M/D U U U U
6. U U U U U
7. Jg.9: U - Jg.10 Fö Jg. 9 u. 10: Förderunterricht evtl AG AGs Förderunterricht Betriebspraktikum Jg 10: U
8. Jg.9: U - Jg.10 Fö Jg. 9 u. 10: Förderunterricht Förderunterricht AGs Förderunterricht Betriebspraktikum  



6. Gemeinsamer Unterricht - Integrative Lerngruppen

Seit Beginn des Schuljahres 2001/2002 gibt es an der Schule am Aasee die Möglichkeit der Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Diese Schülerinnen und Schüler werden gemeinsam mit den anderen Schülern in einer Integrationsklasse unterrichtet. Zurzeit besuchen 32 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf die Schule am Aasee. Sie verteilen sich auf 5 Integrationsklassen. Aktuell gibt es an der Schule vier Sonderpädagoginnen. Der Unterricht für die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf erfolgt auf der Grundlage der Richtlinien der entsprechenden Förderschule in enger Anbindung an die Richtlinien der Hauptschule. Zensuren und Abschlüsse richten sich nach den Maßgaben der entsprechenden Förderschule.

Individualisierung und Differenzierung sind grundlegend für den gemeinsamen Unterricht. Die Lernanforderungen werden in individuellen Förderplänen auf das Lernniveau der Schüler und Schülerinnen abgestimmt. Innere Differenzierungsmaßnahmen sowie besondere Unterrichtsformen und Methoden ermöglichen das Lernen auf unterschiedlichen Niveaus.

Neben der zieldifferenten Förderung ist auch die soziale Integration ein pädagogisches Aufgabenfeld. Denn sie geschieht häufig nicht automatisch. Eine erfolgreiche soziale Integration wird an der Schule am Aasee unterstützt sowohl durch eine Vielzahl von Angeboten sowohl in den Integrationsklassen als auch außerhalb. Eine gut funktionierende Teamarbeit ist die Basis des gemeinsamen Unterrichts. Grundlage einer effektiven Arbeit im Team sind regelmäßige Zeiten für Austausch, Beratung, Planung, Reflexion und Absprachen. Im Laufe der Jahre hat sich an der Schule am Aasee ein differenziertes Netz von Kommunikations- und Kooperationsstrukturen entwickelt, das die Belange der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Blick nimmt. Mit dem gemeinsamen Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf stellt sich die Schule am Aasee den besonderen Herausforderungen einer inklusiven Pädagogik. Dieser liegt die pädagogische Haltung zugrunde: Alle sind willkommen, niemand wird ausgesondert oder ausgegrenzt. Individualität wird wertgeschätzt - Vielfältigkeit wird in ihrer pädagogischen Herausforderung begriffen - Rücksichtnahme und Respekt werden gepflegt. Inklusion heißt Veränderung von Schule, so dass sie den Bedürfnisse, Interessen und Fähigkeiten aller Schüler gerecht wird. "Inklusion ist nicht die Türen aufmachen und die Menschen mit Behinderung auch hinein lassen sondern Mauern verschieben, damit alle drin sein können!" (Prof. Dr. Hillenbrand, Vortrag: Inklusion; Hörstel 2010)


7. Schulsozialarbeit

Die Schulsozialarbeit ist fester Bestandteil im Gesamtkonzept der Schule am Aasee. Schwerpunkte liegen in der Einzelfallberatung, Krisenintervention, Vernetzung von Hilfsmaßnahmen, Kooperation mit außerschulischen Trägern (Jugendamt, Beratungsstellen usw.), Projektarbeit, Mitarbeit im Trainingsraum. Die enge Zusammenarbeit mit dem Kollegium ist Grundvoraussetzung für eine funktionierende Schulsozialarbeit. (siehe Anhang Punkt A)

Projektarbeit

Projektarbeit ist ein weiteres umfangreiches Arbeitsfeld der Schulsozialarbeit. Ein Gewaltpräventionsprojekt ist seit vielen Jahren im Schulprogramm festgeschrieben und wird von der Schulsozialarbeit in Zusammenarbeit mit den Klassenlehrern organisiert und durchgeführt. Die Kooperation mit dem Jugendamt bildet die Basis dieses Projektes.

In der Jahrgangsstufe 9 findet in Kooperation mit der Arbeiterwohlfahrt Münster das "Projekt Liebesleben" statt. (siehe Konzept!)

Schüler der Jahrgangsstufe 8 haben die Möglichkeit, sich um einen Platz im "SaM-Projekt" (SaM = Schüler als Multiplikator) der Suchtberatungsstelle zu bewerben. (siehe Konzept!) Außerdem werden zum Thema Sucht Aktionstage veranstaltet, die besonders die Gefährdung durch Alkoholmissbrauch in den Mittelpunkt stellen. Hier werden unter anderem Mitglieder der "Anonymen Alkoholiker" in die Schule eingeladen, um mit den Schülern über dieses Thema zu diskutieren und von ihren eigenen Erfahrungen zu berichten.

Die Prävention des Rauchens ist Bestandteil des "Fit und Stark-Programms" in der Jahrgangsstufe 5. Weitergeführt wird das Thema durch das Angebot der Teilnahme am Wettbewerb "Be smart - don`t start" ab Klasse 6.

Trainingsraumarbeit

Zeitlich begrenzt (siehe Arbeitsplan) ist die Mitarbeit der Sozialpädagogin im Trainingsraum vorgesehen. Hier gibt es folgende Schwerpunkte:

- Rücksprache mit den Lehrern
- Rückmeldung über die Häufigkeit der Anwesenheit im Trainingsraum (an Lehrer und Eltern)
- Weiterentwicklung/Reflexion des TR-Konzeptes mit den Trainingsraumlehrern
- Arbeit mit schwierigen Schülern, die häufig und mit besonderer Problematik im TR erscheinen
  (evtl. unter Einbeziehung der Eltern)

Mädchenarbeit in Form einer AG

Seit dem Schuljahr 2004/2005 wird für Mädchen der Jahrgangsstufen 5-7 eine AG Mädchengruppe angeboten. Hier wird das Programm mit den Teilnehmerinnen zusammen erarbeitet und reicht von kreativen Freizeitangeboten (töpfern, malen, basteln...) über gemeinsame Unternehmungen, Musik hören, tanzen bis hin zu Gesprächskreisen zu bestimmten Themen und Problemen.

Das vorliegende Konzept bildet das Grundgerüst für die Schulsozialarbeit in der Schule am Aasee. Durch Austausch mit Kollegen, Schulleitung und anderen Institutionen der Jugendhilfe lassen sich neue Projekte integrieren und Arbeitsschwerpunkte verschieben. Schulsozialarbeit muss flexibel bleiben und sich den Problemlagen der Schule/Schüler anpassen.

8. Öffnung von Schule

8.1 Schwerpunkte der Schule mit schulischem und außerunterrichtlichem Bezug

Die Schule am Aasee arbeitet eng mit den verschiedenen Bildungseinrichtungen der Stadt zusammen. So besteht aufgrund der räumlichen Nachbarschaft zum Kepler-Gymnasium eine intensive Zusammenarbeit, die insbesondere über die SV-Lehrer der beiden Schulen organisiert wird. Zum besseren gegenseitigen Kennenlernen wird regelmäßig ein Sportprojekt in den unteren Jahrgängen durchgeführt. Außerdem unterstützen Pädagogikleistungskurse der Jahrgangsstufe 12 des Kepler Gymnasiums regelmäßig das Gewaltpräventionsprojekt. Daneben wird eng mit den Grundschulen zusammengearbeitet, insbesondere in der Erprobungsstufe. Darüber hinaus kooperiert die Schule am Aasee mit zahlreichen außerschulischen Institutionen. Dies sind zum Beispiel:

- das Begegnungszentrum mit dem Arbeitskreis "Netzwerk" zur Förderung von Aussiedlern
- die Drogenberatungsstelle der Caritas
- das Jugendamt der Stadt Ibbenbüren
- die Jugendgerichtshilfe
- das Arbeitsamt
- den Kirchengemeinden

Die Schule bietet in den 9. Klassen Tage religiöser Orientierung an, die die Religionslehrer in Zusammenarbeit mit den Klassenlehrern durchführen. Bei Bedarf werden die Pfarrer der Christus- und Ludwiggemeinde einbezogen. Die Tage religiöser Orientierung sollen ein freiwilliges Angebot für die Schüler sein und beziehen möglichst alle Konfessionen mit ein. Ziel ist die Vermittlung von Grundwerten, die die Basis für ein menschliches Miteinander darstellen. Konkret bearbeiten die Schüler Probleme ihres Lebensumfeldes und diskutieren Lösungsstrategien.

Seit dem Schuljahr 2003/2004 hat die Schule die Patenschaft für die Betreuung der Kriegsgräberstätte Riesenbecker Berg übernommen. Im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft übernehmen hier Schüler und Lehrer die Pflege und setzen sich zugleich mit der Vergangenheit kritisch auseinander. Zum Totensonntag hält die Schule jährlich eine öffentliche Gedenkfeier ab.

In regelmäßigen Abständen finden an unserer Schule Projekttage statt. Ziel ist es, den Schülern, Eltern und der Öffentlichkeit unsere Schule einmal anders zu präsentieren. Hier soll den Schülern die Gelegenheit geboten werden, ihre kreativen Fähigkeiten weiter zu entwickeln und ihre Arbeitsergebnisse Eltern, Förderern und Freunden unserer Schule darzubieten. Last but not least wird als eines der Hauptziele die Förderung sozialer Kompetenzen angestrebt.

Die sogenannte Besenparty findet jedes Jahr im Verbund mit der Stadt Ibbenbüren statt.

Neben kleinen und großen Helfern verschiedener Vereine, insbesondere Sport- und Schützenvereine, nehmen auch die fünften und sechsten Jahrgänge unserer Schule teil. Hierzu werden die Schüler mit entsprechendem Werkzeug ausgerüstet. (blaue Säcke, Handschuhe, Müllpicker.)

Es werden der Schulhof und die dazugehörigen Anlagen von Müll befreit und entsprechend entsorgt. (Glas, Restmüll , Biomüll).

Ziele dieser Säuberungsaktion:

- Stärkung des Umweltbewusstseins der Schüler
- Müll entsprechend entsorgen
- Verantwortung für die Sauberkeit unserer Schule übernehmen.
- die Erkenntnis gewinnen, dass sie selbst zum positiven äußeren Erscheinungsbild der Schule beitragen können.
- Reflexion des eigenen Verhaltens hinsichtlich des Umgangs mit Müll.

8.2 Interkultureller Austausch

Die Schule am Aasee pflegt internationale Kontakte zu einer Schule in der Slowakei und einer Schule in Weißrussland. Dadurch erhalten die Schüler einen Einblick in den Alltag und in das Schulleben in anderen Ländern. Sie können erlernte Fremdsprachen (z.B. Englisch) praktisch anwenden. Eventuell bestehende gegenseitige Vorurteile können kritisch reflektiert und abgebaut werden.

8.2.1 Der Schüleraustausch mit Prievidza/Slowakische Republik
Seit 1998 besteht ein Schüleraustausch zwischen der Schule am Aasee und der Handelsakademie in Prievidza/Slowakische Republik. Die gegenseitigen Besuche finden im Zweijahresrhythmus statt, alternierend zu der Austauschmaßnahme mit Minsk. Eine jahrgangsübergreifende Schülergruppe aus den Jahrgängen 8 und 9 besucht sich gegenseitig im September bzw. Mai. Im Vorfeld des Besuchs werden schriftlich Kontakte geknüpft und die Schüler ihren jeweiligen Interessen entsprechend Gastfamilien zugeordnet. Das Programm des Austausches wird gemeinsam von den slowakischen und deutschen Lehrern, die den Austausch begleiten, vorbereitet. Grundlage der Partnerschaft ist die Städtepartnerschaft zwischen Ibbenbüren und Prievidza. Wie Weißrussland gehört auch die Slowakei nicht zu den klassischen Urlaubsländer der Westeuropäer. Gerade durch diese Tatsache sind die Austauschmaßnahmen etwas Besonderes und werden von den Schülerinnen und Schülern so verstanden.

8.2.2 Der Schüleraustausch mit Minsk
Seit 1992 bestehen Kontakte zwischen der Schule am Aasee und der Mittelschule Nr. 94 in Minsk. Der erste Schüleraustausch erfolgte im Mai 1999. Weitere gegenseitige Besuche finden im Zweijahresrhythmus statt. Eine jahrgangsübergreifende Schülergruppe aus den Jahrgängen 8 und 9 besucht sich gegenseitig im September bzw. Mai. Im Vorfeld des Besuchs werden schriftlich Kontakte geknüpft und die Schüler ihren jeweiligen Interessen entsprechend Gastfamilien zugeordnet. Das Programm des Austausches wird gemeinsam von den weißrussischen und deutschen Lehrern, die den Austausch begleiten, vorbereitet.

8.3 Klassenfahrten und Schulskiwoche
In den Jahrgangsstufen 05/06, 07/08 und 9/10 ist jeweils eine Klassenfahrt möglich. Umfang, Ziel und Programm liegen im Ermessen des Klassenlehrers und werden von ihm in Absprache mit Eltern und Schülern festgelegt. Darüber hinaus ist in jedem Schuljahr die Durchführung eines Wandertages möglich. Bewährt hat sich ein jährlich von der gesamten Schule durchgeführter Wandertag an Weiberfastnacht.

Konzeption der Schulskiwoche
Seit 2004 fahren Schüler der Jahrgänge 7 und 8 der Schule am Aasee für 9 Tage in die österreichischen Alpen.

Mit diesem Wintersportprojekt werden die Unterrichtsinhalte Gleiten, Fahren, Rollen abgedeckt. Die Schüler sollen Geschwindigkeit, Fliehkräfte und Beschleunigung erfahren. Gleichzeitig entstehen besonders intensive Erlebnisse, die die Wahrnehmungsfähigkeit verbessern und Bewegungserfahrungen erweitern(s. Stoffverteilungspläne). Auch der Bereich "Etwas wagen und verantworten" wird hiermit abgedeckt. Durch die besondere Erlebniswelt der Alpen werden die Schüler zur Auseinandersetzung mit dem Thema "Sport und Umwelt" angeregt. Durch das enge Miteinander während dieser Tage wird die soziale Kompetenz in hohem Maße gefördert. Der Skiunterricht vor Ort wird von den als Skilehrer ausgebildeten Kolleginnen dieser Schule erteilt. Ebenso erhalten die Teilnehmer einen begleitenden theoretischen Unterricht - FIS Regeln, Theorie des Skifahrens, besondere Umweltaspekte sowie tägliche Feedback-Runden.

Die erste Information an die Eltern aller Schüler der entsprechenden Jahrgangsstufen erfolgt vor den Sommerferien. Dieses Schreiben beinhaltet Zeit, Ort und Kosten der geplanten nächsten Schulskiwoche. Gleichzeitig ist dem Schreiben ein Formblatt für eine verbindliche Anmeldung beigefügt. Vor den Herbstferien findet stets ein Elternabend für weitere Informationen sowie Fragen seitens der Eltern statt. Die angemeldeten Schüler müssen, um die körperlichen Voraussetzungen zu schaffen, zur Vorbereitung der Skifahrt an der wöchentlichen AG Skigymnastik teilnehmen.


9. Das Lernen lernen

Es hat sich gezeigt, dass unsere Schüler oft erhebliche Probleme haben, ihre Arbeit zu organisieren oder selbstständig Aufgaben zu erledigen. Neben dem Angebot der Betreuung und Unterstützung bei den Hausaufgaben in den sogenannten Arbeitsstunden (AS) sowohl vormittags als auch nachmittags sollen die Schüler Hilfen bekommen, das Lernen eigenständiger zu organisieren. Folgende verbindliche Schwerpunkte (Bausteine) zum Thema "Das Lernen lernen" werden in den einzelnen Jahrgangsstufen verstärkt im Unterricht durchgeführt:

Klasse 5

- "Schultaschencheck"
- Mein Arbeitsplatz
- Vorbereitung von Klassenarbeiten
- Erste Arbeit mit dem Wörterbuch (Deutsch)
- Führung eines Hausaufgabenheftes und dessen Überprüfung


Klasse 6

- Regelmäßiges Wiederholen
- Selbstständiges Arbeiten nach vorgegebenen Arbeits- und Wochenplänen
- Text-Inhalte erfassen (5-Schritte-Modell) in allen Fächern


Klasse 7

- Maßnahmen und Hilfen für regelmäßige und sorgfältige Hausaufgaben
- Wiederholungszyklen


Klasse 8

- Mind-mapping als Wiederholungs- und Erarbeitungsmittel
- Gruppenarbeit, Präsentationsformen
- Vorbereitung auf die Lernstandserhebung mit speziellen Übungsformaten


Klasse 9

- Neue Medien (Internet)
- Arbeit mit Nachschlagewerken
- Methoden der Selbstüberprüfung
- Hinführung zur Erstellung von einfachen Referaten
- "Welt der Arbeit" (fächerübergreifend)


Klasse 10

- Aktuelle Medien: Aufnehmen / Lesen und Auswerten
- Eigene Artikel schreiben
- Informationen aus dem Internet auswerten und bearbeiten
- Wiederholung: Informationsbeschaffung
- anspruchsvolle Referate und Facharbeiten



10. Medienkonzept

Die leitende Zielperspektive:
Alle Schülerinnen und Schüler sollen regelmäßig mit Neuen Medien lernen.

Dieses Medienkonzept beschreibt als integrierter Bestandteil des Schulprogramms, wie die zwischen dem Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW und den kommunalen Spitzenverbänden abgesprochenen Ziele der e-nitiative.nrw an der Schule am Aasee umgesetzt werden sollen.

Ausgehend von der pädagogischen Situation der Schule beschreibt das Medienkonzept:

- Die Bausteine der Medienkompetenz
- Die Anforderungen an die Medienstruktur
- Die Ausstattungssituation - die Ausstattungsanforderungen
- Die Qualifizierung der Lehrer
- Die Wartung und Systempflege

Schülerzahlen: ca 320; Zügigkeit der Jahrgangsstufen: 2-3 ;
Anzahl der Klassen: 14; besondere Lerngruppen: (BUS -Beruf und Schule-; GU -Gemeinsamer Unterricht- ;
AK -Auffangklassen-);
Defizite in den klassischen Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben, Rechnen insbesondere der Textrezeption; Deutsch als Fremdsprache (Migration);

Drei Bausteine zum fächerübergreifenden Unterricht

1. Nutzung von Medien
- Lernen mit dem Computer (Lernprogramme);
- Erwerb von sog. Schlüsselqualifikationen ( Standardsoftware )
- Internetrecherche; Internet-Kommunikation; Berufsvorbereitung

2. Medienerstellung
- Textproduktion mittels Textverarbeitung
- Tabellenkalkulation
- CAD
- Text/Bildkombinationen erstellen (Präsentationen)
- Audioverarbeitung/Musik mit dem Computer
- Foto/Film: Erstellung und Bearbeitung

3. Medien kritisch reflektieren
- Spuren im Netz;
- Verhalten im Netz (Soziale Netzwerke)
- Datensicherheit: Der sichere Rechner


Erste Säule:
betrifft Individual- und Klassenunterricht im Klassenraum: SchülerNetz-Rechner in Probeklassenräumen; Einsatz mobiler Einheiten ( Rechner / Beamer)

Zweite Säule:
betrifft Klassen-, Neigungskursunterricht in den Rechnerräumen: Fachunterricht; Arbeitsgemeinschaften; Wahlpflichtunterricht AK-Gruppen; GU-Gruppen; BUS-Klasse

Dritte Säule:
ITG - Informationstechnologische Grundbildung KL 8: ½ jährlicher Pflichtunterricht; Alle Schüler durchlaufen diesen Kurs; Projekt "Getränkeshop" - Projekt: "Du im Netz" Projekt "Der sichere Rechner"

Bestand:

Verwaltungsnetz:
Sekretariat; Schulleitung; Lehrerzimmer, Facharbeitsräume

Schülernetz:
Informatikraum; Ganztags-Rechnerraum (Mediothek); Klassenräume; Mobile Rechner Einheiten; Musikraum: Rechner mit Beamer; Mobile Video/DVD-Einheiten; Berufsorient.-Raum; GU-Gruppenraum: Einzelplatzrechner

Perspektive:

Umstellung des Schülernetzes auf die INL-Lösung (Päd. Netzwerk); Einrichtung eines 2. Informatikraums (2011)

Standardsoftware:
Internet, Möglichkeiten zur Fortbildung wurden und werden bei Bedarf angeboten: 2010/2011Einführung in die INL-Lösung ( Päd. Netzwerk ) Wartung des päd. Netzwerkes durch EDV-Lehrer (Installation); Administrator der Stadt Ibbenbüren (Systempflege)


11. Förderkonzepte

Philosophie unserer Beratungsarbeit

Alle Schüler sind uns willkommen.

Schwerpunkt unserer Beratungsarbeit ist die soziale Integration der Schüler, die mit einer individuellen Persönlichkeitsbildung gekoppelt ist. Wir sind überzeugt, dass Erziehung zu gegenseitigem Respekt eine wertschätzende Haltung erzeugt und letztlich Lernen auf allen Ebenen nicht nur fördert, sondern in außerordentlichem Maße bedingt. Soziales Lernen ist Inhalt und Ziel zugleich, was unsere verschiedenen Konzepte beschreiben und dokumentieren. Aspekt der personenorientierten Gesprächsführung mit ihren Variablen Empathie, Akzeptanz und Kongruenz sind Bestand unserer Arbeit.

Sämtliche Konzepte und Vereinbarungen sind auf Wunsch in der ausführlichen Fassung einsehbar. Sie sind nicht isoliert zu betrachten, sondern gehören in ein methodisch-didaktisches Gesamtkonzept. Diese Koordinierung wird vor allem in den Ganztagskonferenzen und in einzelnen Tagesordnungspunkten der Lehrerkonferenzen geleistet.

11.1 LRS und Dyskalkulie

Die Lese-Rechtschreib-Förderung ist Bestandteil jeden Unterrichts. Für Schüler mit LRS-Schwäche wird in den Klassen 5 und 6 in Kleingruppen ein besonderer LRS-Unterricht von einer dafür ausgebildeten Lehrkraft durchgeführt.

Die gilt ebenso für Schüler mit einer Schwäche im Fach Mathematik. Hier wird der Unterricht ebenfalls durch eine zusätzliche gezielte Förderung unterstützt.

Seit Beginn des Schuljahres 2001/2002 gibt es an der Schule am Aasee die Möglichkeit der Beschulung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Bereichen "Sprache", "Lernen" und "körperliche und motorische Entwicklung2. Die Schüler werden im Unterricht häufig durch eine zweite Lehrperson unterstützt. Mittlerweile sind an der Schule am Aasee mehrere Sonderpädagogen tätig. Der Unterricht erfolgt auf der Grundlage der Richtlinien der entsprechenden Sonderschule in enger Anbindung an die Richtlinien der Hauptschule. Zensuren und Abschlüsse richten sich nach den Maßgaben der entsprechenden Sonderschule. In den ersten vier Jahren wurden die Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf in einer "Sonderpädagogischen Fördergruppe" beschult, die eng mit der Hauptschulklasse des entsprechenden Jahrgangs kooperierte. Seit dem Schuljahr 2005/2006 sind die Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf vollwertige Mitglieder einer Hauptschulklasse. Integration erfolgt seitdem nach dem Konzept des Gemeinsamen Unterrichts (GU).

11.2 Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund

Ausgangslage

Die Schule am Aasee besuchen zurzeit 322 Schüler, davon sind 135 Ausländer und Aussiedler. Förderbedarf besteht derzeit für etwa 60 Schüler.

Für die Schule am Aasee ist seit Jahren ein Prozentsatz von etwa 42% an AS - Schülern der Regelfall. Noch immer kommen im Laufe des Schuljahres eine bestimmte Zahl von Kindern mit Migrationshintergrund und Förderbedarf an die Schule.

Diese Kinder besitzen bei ihrem Eintritt in unsere Schule häufig noch nicht die notwendigen deutschen Sprachkenntnisse, manche sogar keine. In den letzten drei Jahren bewegte sich die Zahl der Schüler ohne jegliche Sprachkenntnisse zwischen 16 und 30. Es ist somit zwingend erforderlich, dass diese Kinder mit nicht hinreichenden Deutschkenntnissen zunächst die deutsche Sprache erlernen, um erfolgreich am Unterricht teilnehmen zu können. Intensiver Förderbedarf besteht zurzeit für etwa 60 Schüler.

Zwischen der Integrationsleistung im schulischen und im sozialen Bereich besteht ein direkter Zusammenhang mit der Qualität der schulischen Arbeit insgesamt.

Förderung

Ziel der Förderung in "Deutsch als Zweitsprache" ist eine möglichst frühe und auch individuelle Förderung der Schüler.
Schüler mit Integrationsbedarf "Deutsch als Zweitsprache"
Siehe Antrag auf Zuweisung von Stellen aus "Integrationshilfen für SchülerInnen mit Migrationshintergrund - 2008/2009 und 2009/2010.

Eingliederungsphasen

Diese Schüler werden gemäß ihres Alters und ihrer Leistung ihren jeweiligen Stammklassen zugeordnet. Sie besuchen zeitweise sowohl den Unterricht der Fördergruppen "Deutsch als Zweitsprache" als auch den der Stammklasse. Der Stundenplan ist individuell auf jeden Schüler abgestimmt.

1. Eingliederungsphase: starke äußere Differenzierung

Schüler, deren Kenntnisse der deutschen Sprache noch nicht die Teilnahme am Unterricht einer Regelklasse ermöglichen, die teils sogar noch alphabetisiert werden müssen, werden einer Regelklasse zugeteilt.

Jedoch ca. 20 Stunden der Unterrichtszeit der Stammklasse werden sie außendifferenziert in einer besonderen Lerngruppe unterrichtet. Ziel dieser Gruppe ist ausschließlich die schnellstmögliche vollständige Eingliederung der Schüler in die entsprechende Stammklasse. Sie werden dort in der deutschen Sprache so intensiv gefördert, dass die Verweildauer in dieser Gruppe in der Regel zwei Jahre nicht überschreitet; ein vorzeitiger Übergang in die Stammklasse wird angestrebt. Leistungsstarke Schüler können diese Lernphase auch in einem Schuljahr durchlaufen. Am Ende dieser stark außendifferenzierten Phase steht eine schriftliche und mündliche "Abschlussprüfung" in der deutschen Sprache.

Unterrichtssprache ist Deutsch. Der Schwerpunkt der gesamten Unterrichtsarbeit liegt auf dem Erlernen der deutschen Sprache in Wort und Schrift.

Unterrichtsinhalte kommen aus folgenden Bereichen:

a) Erste Kontakte
b) Gegenstände im Haus und Haushalt
c) Essen und Trinken
d) Freizeit
e) Wohnen
f) Krankheit
g) Alltag
h) Orientierung in der Stadt
i) Einkaufen
j) Deutsche Sprache und Kultur

Zu allen o. g. Themen werden theoretische und praktische Übungen mit den SchülerInnen absolviert. Dazu gehören u. a. Hör- und Sprechübungen, Lese-, Schreib- und diverse Grammatikübungen.

Auch der sonstige Unterricht dient vorrangig dem Erlernen der deutschen Sprache. Im Fach Mathematik erhalten die Schüler je nach Voraussetzungen leistungs-/jahrgangsdifferenziert 3 Stunden Unterricht. Der Unterricht erfolgt in Absprache mit der jeweiligen Stammklasse unter Einsatz des entsprechenden Schulbuches und weiteren unterstützenden Materialien. Das gewährleistet einen problemlosen Übergang. Dabei werden die sprachlichen Defizite berücksichtigt.

Die Schüler erhalten Zeugnisse wie ihre deutschen Mitschüler. Die Leistungen, die in der Lerngruppe erbracht wurden, werden in einer Bescheinigung beschrieben.

2. Eingliederungsphase: Weitere schülerlaufbahnbegleitende Maßnahmen äußerer Differenzierung

Auch nachdem die Schüler ganz in die Stammklasse übergegangen sind, ist Förderbedarf vor allem im Fach Deutsch erforderlich. Hierzu werden für die Jahrgänge 7, 8 und 9 jeweils 8 Stunden Deutsch in Individual- oder Kleingruppenförderung erteilt.

3. Eingliederungsphase: Weitere individuelle begleitende Maßnahmen (Eingliederungsmaßnahmen)

Hier werden ganz individuelle unterrichtsbegleitende Maßnahmen angeboten, die sich auf Unterrichtsdefizite beziehen, deren Ursache vor allem in noch fehlenden oder nicht hinreichenden Deutschkenntnissen in den einzelnen Fächern liegen. Hier werden auch Schüler mit Förderbedarf Deutsch begleitet.

Methodisches Arbeiten

In Absprache mit der Deutsch-Fachkonferenz werden Arbeitsbücher, Texte und Materialien gewählt. Das Lehrwerk muss einen lebendigen und kreativen Unterricht fördern und eine große Anzahl von abwechslungsreichen Übungen bieten, die vor allem die folgenden Bereiche besonders berücksichtigen:

- Grammatik
- Wortschatz
- Textverständnis
- Schriftlicher Ausdruck

Die Materialien zur Unterrichtseinheit werden aus verschiedenen Unterrichtswerken (z. B. "Sprachen der Welt - Hueber", Deutsch als Zweitsprache) und anderen Quellen zusammengestellt.

Wesentliche Aspekte der Lernphase in der Fördergruppe "Deutsch als Zweitsprache" sind:

- Grammatik wird einfach und übersichtlich dargestellt
- Die Terminologie wird so sparsam wie möglich eingesetzt und orientiert sich an traditionellen Modellen
- Dialoge und Situationen werden so gewählt und aufbereitet, dass die Schüler von der ersten Unterrichtsstunde an miteinander   kommunizieren können. Die Sprache orientiert sich durchgängig an authentischen Beispielen. Sprechen und Schreiben   (Hören und Lesen) werden von Anfang an geübt. (Zahlreiche Dialoge, kleine Rollenspiele, usw.)


1. Phase: Fördergruppe/Lerngruppe

10 Std  D     für Anfänger
10 Std  D     für Fortgeschrittene (incl Informatik)
 6 Std   M    individuell, aufgeteilt nach Leistung; möglichst nach Jahrgängen zusammengefasst: Jg. 5-7, Jg. 8 und älter
 2 Std   GL   Anfänger und Fortgeschrittene gemeinsam
 3 Std   NW Anfänger und Fortgeschrittene gemeinsam
 2 Std   E    Grundlagen für Anfänger und Fortgeschrittene gemeinsam

2. Phase: Begleitende Betreuung:

4 Std D pro Jg.7 - 9 für Individual- und Kleingruppenförderung
2 Std E Jg.7 parallel zum E-Unterricht
2 Std E Jg.8 parallel zum E-Unterricht
2 Std E Jg.9 parallel zum E-Unterricht
1 Std E Jg.10 parallel zum E-Unterricht
2 Std    Förderunterricht E nachmittags für Jg. 6
2 Std    Förderunterricht E nachmittags für Jg. 7
2 Std    Förderunterricht E nachmittags für Jg. 6
2 Std    Förderunterricht E nachmittags für Jg. 9/10

Gesamtförderumfang: 60 Stunden

Maßnahmen für die Schuljahre 2009/2010 und 2010/2011

siehe Antrag auf Zuweisung von Stellen aus "Integrationshilfen für SchülerInnen mit Migrationshintergrund - 2009/2010 und 2010/2011.



11.3 Trainingsraum

Das "Aasee-Konzept" soll das Lernen in Eigenverantwortung und Ruhe fördern und einen für alle Beteiligten störungsfreien Unterricht ermöglichen.

Der Grundgedanke des Programms basiert auf dem wertschätzenden Umgang aller Beteiligten mit allen Teilen und Ebenen unserer schulischen Einrichtung. Anerkennung der Rechte und Pflichten jedes Mitgliedes unserer Schulgemeinde ist daher zentraler Punkt unseres Förderkonzeptes "Trainingsraum". Für unsere Schüler bedeutet dies, ihren Anteil an / bei entstehenden Konflikten zu realisieren, anzuerkennen und einen Plan zur Lösung zu erarbeiten, der im Dialog mit dem Fachlehrer dessen Akzeptanz zu erreichen hat. Der Prozess zunehmender Eigenverantwortung bei den Schülern rückt in den Mittelpunkt gelebten Unterrichtsgeschehens und Schulalltags. Klassen- und Schulregeln, in die jeder Schüler eingebunden ist, sind Vereinbarungen, die schulischem Leben und Lernen in komplexer Weise Struktur, Orientierung und Sicherheit geben. Im besten Fall wächst der einzelne Schüler durch seine aktive Auseinandersetzung mit seinem Konflikt in seiner gesamten Persönlichkeit, was die Grenzen seiner Erkenntnis- und sozialen Verhaltenskompetenz in erheblichem Umfang erweitert. Bei einem Teil unserer Schülerschaft geht es allerdings immer wieder auch darum, dass diese die eigene Motivation und den Willen entwickelt, sich überhaupt auf einen Lösungsprozess einzulassen.

Das Beratungsteam berichtet in den Lehrerkonferenzen über die Entwicklung des Konzeptes, diskutiert konzeptionelle Veränderungen und führt diese gegebenenfalls durch.

Ablauf

Die Grundrechte für alle Schüler lauten wie folgt:

1. Jeder Schüler, jede Schülerin hat das Recht auf Unterricht und die Pflicht diesen störungsfrei zu ermöglichen.
2. Jeder Lehrer, jede Lehrerin hat das Recht auf einen störungsfreien Unterricht und die Pflicht diesen zu gestalten.
3. Rechte und Pflichten von Lehrern und Schülern müssen von allen beachtet, respektiert und erfüllt werden.

Die Grundregeln ("3x3 sind neun") für alle Schüler lauten wie folgt:

1. Ich erscheine pünktlich zum Unterricht.
2. Ich höre zu, wenn andere sprechen.
3. Ich warte, bis ich aufgerufen werde.
4. Ich achte das Eigentum anderer.
5. Ich spreche und verhalte mich höflich.
6. Ich gehe rücksichtsvoll mit anderen Menschen und Sachen um.
7. Ich befolge die Anweisungen des Lehrers/der Lehrerin.
8. Ich passe im Unterricht auf und beteilige mich.
9. Ich mache meine Schulaufgaben und bringe meine Arbeitsmaterialien mit.

Wenn ein Schüler diese Regeln auch nach einer Erinnerung durch den Lehrer oder die Lehrerin nicht beachtet, dann heißt das, dass er sich dafür entschieden hat, zu dem Zeitpunkt nicht mehr in der Klassengemeinschaft mitzuarbeiten und in den Trainingsraum zu gehen. Er muss dann sofort dort hingehen, damit die Mitschüler in der Klasse wieder ungestört lernen können.

Im Trainingsraum hat der Schüler Gelegenheit, schriftlich einen Plan zu erarbeiten, wie er in Zukunft die Störungen vermeiden und sein Verhalten verbessern will. Sobald er zeigt, dass er die Regeln in Zukunft einhalten will, kann er wieder zurück in die Klasse.

Mit dem Plan muss er zum Fachlehrer gehen und darüber reden, ob der Plan von ihm angenommen wird. Wenn der Lehrer oder die Lehrerin dem Plan zustimmt, dann kann er wieder am Unterricht teilnehmen, sonst muss er den Plan überarbeiten. Er muss zeigen, dass er sein Verhalten geändert hat, damit er in der Klasse bleiben kann. Der Lehrer oder die Lehrerin überprüft, ob er sein Vorhaben einhält.

Wenn der Schüler im Trainingsraum auch nach einer Erinnerung durch den Lehrer oder die Lehrerin weiterhin stört, muss er direkt nach Hause gehen oder sich von einem Elternteil abholen lassen. Am nächsten Schultag muss er zusammen mit einem Erziehungsberechtigten bei dem Lehrer oder der Lehrerin im Trainingsraum zu einem persönlichen Gespräch erscheinen.

11.4 Gewaltpräventionsprojekt

In den 7. Klassen wird jährlich ein Gewaltpräventionsprojekt durchgeführt, was sich konzeptionell anschließt an das bis 2006 durchgeführte Projekt "Mensch ärgere dich". An drei Tagen setzen sich Schüler in der Klassengemeinschaft mit verschiedenen Schwerpunktthemen auseinander mit dem Ziel, gewaltfreie Lösungen in Konfliktsituationen zu erarbeiten und in Rollenspielen zu erproben. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Ibbenbüren geplant und durchgeführt. Kooperationspartner sind außerdem Pädagogikkurse des benachbarten Kepler Gymnasiums.

11.5 Individuelle Förderung ist Querschnittsaufgabe im Schulalltag der Schule am Aasee

Als Ganztagsschule setzen wir die individuelle Förderung schon insofern konsequent um, als dass wir unsere Schülerinnen und Schüler nicht nach Förderschule und Hauptschule in sonderpädagogische Fördergruppen und Hauptschulklassen aufteilen, sondern im Gemeinsamem Unterricht den einzelnen Schüler mit seinen individuellen Stärken und Schwächen sehen und integriert im Klassenverband unterrichten.
Die Entscheidung für den GU ist nach intensiven Gesprächen im Kollegium schon 2001 einstimmig gefällt worden. So stellt sich bei uns nicht die Frage "Gehört dieser Schüler hier her?", sondern wir versuchen, jeden einzelnen zu fördern - ohne Selektion. Das bedeutet gleichzeitig, dass wir individuelle Förderung nicht auf bestimmte Methoden reduzieren. Für uns ist individuelle Förderung eine Querschnittsaufgabe im Schulalltag, ein Entwicklungsfeld für den Unterricht.
Es ist eine vorausgesetzte pädagogische Grundidee in den Köpfen aller Beteiligten, die individuelle Förderung möglich macht. Schüler sollen entsprechend ihren unterschiedlichen Begabungen gefördert werden, das können musische, motorische, sprachliche oder mathematische, aber ebenso auch soziale, emotionale, kommunikative Begabungen sein. Das Kollegium selbst bringt gute Voraussetzungen für die Umsetzung der individuellen Förderung mit. Zunächst "lebt" es durch seine individuelle Vielfalt:
Wir haben zwei Lehrerinnen mit Migrationshintergrund und mehrere mit Berufserfahrungen, die sie außerhalb von Schule gesammelt haben. Ein Teil der Kollegen/innen kommt von anderen Schulformen, von Grundschulen, Realschulen oder auch Gymnasium. Dann sind fast alle Lehrerinnen und Lehrer mittlerweile erfahrene Teamarbeiter.
Auch die Eltern knüpfen bei dem ganztägigen Schulbesuch hohe Erwartungen an die Leistungssteigerung ihrer Kinder und an die Vorbereitung für den Beruf.

Konkrete Varianten der individuellen Förderung:

1. Auf der Ebene der Schule als System werden Rahmenbedingungen für die Förderung einzelner Schüler in unterschiedlichen   Kontexten gesetzt.

- Im Stundenplan ist in den Hauptfächern jeweils eine zusätzliche Förderstunde ausgewiesen. Die Schüler vertiefen in dieser   Stunde die gelernten Inhalte bei dem Lehrer, der auch das jeweilige Hauptfach unterrichtet.

- Ähnlich verläuft die Arbeitsstunde. Jeder Schüler arbeitet individuell, entsprechend der gewählten Reihenfolge und dem selbst   bestimmten Tempo. In diesen Arbeitsstunden (4 in den Jahrgängen 5-7) sind die Lehrer eingesetzt, die den Schüler in seinen   Hauptfächern unterrichten, so dass ihm bei Problemen in seinem Fach ganz gezielt Unterstützung gewährt werden kann. In   größeren Klassen ist diese Stunde z. T. auch doppelt besetzt.

- In den Jahrgängen 5-7 liegt pro Jahrgang eine Arbeitsstunde und die Förderstunde D parallel. In diese Stunden ist zusätzlich   LRS integriert. So ist klassenübergreifender Unterricht möglich. Jeder Lehrer unterrichtet ein anderes Segment des   Deutschunterrichts, z. B. Grammatik oder Leseverstehen. In der Arbeitsstunde sind meistens Lehrer von zwei Hauptfächern   vertreten. So können die Schüler dort zugeordnet werden, wo sie den größten Lernbedarf haben.

- Klassenunterricht und Fördern verzahnen: Manchmal werden die Nachmittagsstunden nicht so ernst genommen und die   Gefahr des Schwänzens besteht, vor allem in höheren Jahrgängen. Verhindert wird dies durch die zeitliche Durchmischung von   Unterricht und Förderung. Förderunterricht findet dann also auch in Tagesphasen statt, wenn Konzentration noch stärker   gegeben ist als am Nachmittag.

- Beim Fördern wird in zwei Richtungen gedacht: Förderung nicht nur als Kompensation von Lernschwierigkeiten, sondern auch   als Förderung für leistungsstarke Schüler.

Schülerorientierte Wahl nach Neigungen und Interessen.
Bei der Entscheidung im Wahlpflichtunterricht stellen die Lehrer für jeden Jahrgang ein breites Angebot zur Auswahl. Die Schüler wählen daraus ihren Erst- und Zweitwunsch. Dementsprechend werden die Kurse im Schuljahr angeboten.

2. Auf der Ebene der Schüler geht es darum, die Potentiale jedes einzelnen zu erkennen, zu entwickeln, zu fördern und den Bildungsverlauf durch systematische individuelle Beratung zu begleiten.

Über Formen der inneren Differenzierung
Die innere Differenzierung fällt in den Verantwortungsbereich der unterrichtenden Lehrkraft.

- Individuelle/differenzierte Aufgaben, Themen, Material
- arbeitsteilige Gruppenarbeit
- Erstellung von Broschüren (schülerzentriertes selbständiges Arbeiten an einem ausgewählten Thema)
- Stationsarbeit
- Wochenplanarbeit
- Freiarbeit

Über Formen der äußeren Differenzierung
- Auffanggruppe/n für Kinder mit Migrationshintergrund, deren Kenntnisse der deutschen Sprache nicht oder noch nicht   ausreichen, um die Teilnahme am Unterricht einer Regelklasse zu gewährleisten
- zusätzlicher Förderunterricht als Stützunterricht oder im Hinblick auf das Erreichen von zusätzlichen Qualifikationen   (Qualifikation für die10B, Gymnasium, Business-Englisch)
- schülerbezogene Angebote im Wahlpflichtunterricht und Wahlfach
- schülerbezogene Angebote der Arbeitsgemeinschaften

Individuelle Beratung
- Sozialpädagogin - Sie schaut aus einer anderen Perspektive auf den einzelnen Schüler und leistet damit eine wertvolle   Unterstützung.
- Beratungslehrerin
- Einzelfallberatungen
- Sozialtraining, z. B. Gesprächsparcour
- Trainingsraumprinzip
- Doppelte Klassenleitung: Durch dieses Prinzip und die Teamstruktur in Klassen mit GU ist fast jeder Lehrer im permanenten   Gespräch über seine Schüler.

Begleitung der Übergänge, Lernbiografien bruchlos gestalten
- Beratung durch Agentur für Arbeit in der Schule
- Schnuppertage, z. B. girls-day
- Berufspraktika
- Berufsorientierungsbüro
- Begegnung mit Auszubildenden und Expertenbefragung
- Betreuung der BuS-Schüler
- mind. einjährige Begleitung dieser Schüler nach der Schule
- "Alt für Jung": Erfahrene aus Beruf und Schule begleiten und unterstützen einzelne Schüler bei der Vorbereitung und beim   Übergang in den Beruf
- berufsvorbereitende Projekte

Wirksamkeit prüfen
- Ergebnisse von Lernstandserhebung und ZP analysieren
- Vermittlungsquoten und Übergangsquoten analysieren


12. Schnittstelle Schule-Beruf

12.1 Konzept der Lerngruppe Beruf und Schule (BuS)

Eingangsvoraussetzungen der Förderklasse

- Zugehörigkeit zu den Jahrgangsstufen 8 oder 9 des letztes Schulbesuchsjahres
- keine oder nur geringe Aussicht auf Erreichen des Hauptschulabschlusses in der Regelklasse

Ziele der Förderklasse

Primärziel
- Schülerinnen und Schüler, die den Abschluss nicht erreichen, so zu fördern, dass sie im Arbeitsmarkt auch ohne   Schulabschluss Fuß fassen können

Sekundärziel
- möglichst vielen Schülerinnen und Schülern den Erwerb des Hauptschulabschluss nach Klasse 9 durch Teilnahme an der   Fremdenprüfung zu ermöglichen

Methodische Umsetzung der gesteckten Ziele

- Reduzierung der Stundentafel auf die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch, Arbeitslehre, Geschichte/Politik, Erdkunde,   Physik, Biologie und Sport mit Schwerpunkt Arbeitswelt
- ein wöchentliches Praktikum von 2 Tagen
- enge Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur und "Alt für Jung"
- Kontaktaufnahme mit möglichen Ausbildungsbetrieben oder Arbeitgebern über das Praktikum hinaus
- Bildung von Netzwerken über den Stadtbereich hinaus
- Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, der Jugendgerichtshilfe, der Drogenberatung und dem Sozialamt
- mehrfaches Simulieren der Prüfungssituation

12.2 Arbeitslehre Wirtschaft - Berufsorientierung

- Der Berufswahlpass unterstützt junge Menschen, sich bei der Wahl eines Berufes zu orientieren, und begleitet diesen   Prozess.(weitere Informationen im Anhang)
- Schnupperpraktikum am sog. Girls' Day/Boys' Day (vor allem 7. Jg.)
- Betriebserkundungen (Erkundungstag für 8. Klassen)
- Betriebpraktikum (dreiwöchig in den Jahrgängen 9 und 10)
- Expertenbefragungen - Befragung von Auszubildenden und Ausbildern in den Räumen der Schule (Bob-Raum)
- Bewerbungstraining bei der AOK für die 10er Klassen
- Berufs-/Bewerbungsberatung durch die Berufsberaterin der Agentur für Arbeit und durch den Berufwahlkoordinatoren der Schule
- Vorstellungsgespräche in Echtsituationen durch Profis aus den beiden Partnerfirmen der Schule am Aasee in den Räumen der   Firmen
- Informationsangebote im Berufsorientierungsbüro (Bob) (Schriften, Internetzugang, Beratung durch den   Berufsorientierungskoordinator der Schule)
- Berufsorientierungscamp (Boc) für die Schüler der 8. Klassen
- Berufsnavigator für die Schüler der 9. Klassen
- Informationen über die Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk durch einen Vertreter der Handwerkskammer (Jahrgang 10)
- Informationen über die Bildungsgänge am Berufskolleg und den kaufmännischen Schulen im Kreis Steinfurt durch die   Berufsberaterin, die AW-Lehrer und evtl. auch durch Vertreter der Berufskollegs (Jahrgang 10)


13. Zielvereinbarungen der Hauptfächer

Deutsch

1.Fachgebunden für allen Klassenstufen:

- Förderung der Lesekompetenz(Texte und Aufgabenstellungen)
- Zuhören(längeres Vorlesen, Diskussionen verfolgen, Arbeitsanweisungen)
- Schreiben (Rechtschreibung; Satzbau, Grammatik)
- Sprechen (artikuliert, in ganzen Sätzen und sachbezogen)

2. Fächerübergreifend:

Förderung der Lesekompetenz (Texte und Aufgabenstellungen)
  5/6: Ordnung und Struktur in Arbeitsmaterialien, Schreibhefte und Schrift bringen, Texte zusammenfassen
  7/8: Arbeitsschritte planen, organisieren, durchführen (Stichwörter, erster Entwurf, Überarbeitung etc.), Texte zusammenfassen
9/10: Zeitmanagement: Planen und Organisieren der eigenen Arbeit (Überblick über die eigene Arbeit erwerben) und die eigene         Arbeit angemessen präsentieren, Texte zusammenfassen


Englisch:

1. Die Schüler sollen in den Bereichen Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben kommunikative Kompetenzen erwerben und     anwenden können.
2. Absprachen in den Parallelgruppen:
    - hinsichtlich Klassenarbeiten
    - hinsichtlich Themen
    - hinsichtlich Bewertung
3. Aufgreifen aktueller Ereignisse und Umsetzen in die englische Sprache.
4. Einbeziehung von Erlebnissen (Erfahrungshorizont der Schüler) in Unterrichtsprojekte (Klassenfahrten u.ä.)
5. Förderung des überwiegend einsprachigen Sprachunterrichts (insbesondere in den E-Kursen und in den 10B Klassen), da     unsere Schüler auf weiterführenden Schulen in diesem Bereich große Probleme haben.
6. In Bezug auf die Zentralen Prüfungen und die Lernstandser-hebungen sind die jeweiligen Schwerpunkte zu berücksichtigen.


Mathematik:

1. Absprachen in den Parallelgruppen hinsichtlich Klasssenarbeiten, Themen und Bewertung
2. verstärktes Üben des Kleinen Einmaleins in den 5er und 6er Klassen
3. stärkere Berücksichtigung der Versprachlichung mathematischer Regeln mit Hilfe von Fachbegriffen durch die Schüler
4. stellen von offenen Aufgaben, die fortschreitend komplexer werden sollen (Sachaufgaben ohne Fragen, reine Bildaufgaben,     mehrere mathematische Inhalte in der einzelnen Aufgabe)
5. Unterrichten der Themen Tabellenkalkulation und Dynamische Geometrie in der "Informationstechnischen Grundbildung"


Anhang

A. Schulsozialarbeit

Voraussetzungen:

Schulsozialarbeit ist fest in das Schulkonzept der Schule am Aasee integriert. Mit halber Stundenzahl ist die Stelle kontinuierlich besetzt. Die räumlichen Voraussetzungen mit einem eigenen Büro sowie dem angrenzenden Schülercafé bieten optimale Arbeitsbedingungen. Die Zusammenarbeit zwischen der Schulsozialarbeit und dem Lehrerkollegium ist geprägt durch einen intensiven Austausch. Dies ist eine wichtige Basis für funktionierende Schulsozialarbeit.

Einzelfallhilfe, -beratung, einschließlich Beratung der Eltern

Ausgehend von besonderen Problemen der Schüler werden Einzelberatungen, häufig unter Einbeziehung der Eltern, durchgeführt. Teilweise wird durch die Lehrer auf die Probleme von Schülern hingewiesen, so sind zum Beispiel das Schuleschwänzen, massive Verhaltensstörungen während des Unterrichts, Alkoholmissbrauch, Schulleistungsprobleme, Schwierigkeiten im Sozialverhalten Anlässe für Gespräche mit Schülern. Außerdem wenden sich Schüler auch ohne Vermittlung der Lehrer an die Schulsozialpädagogin und suchen Rat. Aus diesen Beratungen ergibt sich häufig eine enge Zusammenarbeit mit Erziehungsbeiständen, dem Jugendamt, der Jugendgerichtshilfe, Beratungsstellen, den Eltern.

Soziale Gruppenarbeit/Soziales Training

Neben der Einzelfallhilfe spielt die Aufarbeitung von Problemen innerhalb einer Klasse oder der Teilgruppe einer Klasse eine wichtige Rolle in der sozialpädagogischen Arbeit. Hier werden häufig in Zusammenarbeit mit den Lehrern aktuelle Konflikte mit den Schülern besprochen und gemeinsame Lösungen gesucht. Als fester Bestandteil der sozialen Gruppenarbeit hat sich das soziale Kompetenztraining in Klasse 5 ("Fit und Stark fürs Leben") herausgebildet. Es ist gut geeignet, um die neuen Schüler kennen zu lernen und ihren Umgang miteinander zu erleben. Die Schüler lernen die Sozialpädagogin als Ansprechpartnerin in ihrer Rolle an der Schule kennen. Das "Fit und Stark-Programm" findet regelmäßig über das gesamte Schuljahr statt. Im Austausch mit den Klassenlehrern gewinnen wir einen guten Gesamteindruck über soziale Kompetenzen, Integration in die Gruppe, besondere Stärken und Schwächen einzelner Schüler und können gegebenenfalls frühzeitig Hilfen anbieten. (siehe Konzept!)

B. Pädagogisches Konzept: Gemeinsamer Unterricht - Integrative Lerngruppen

Pädagogisches Konzept - Gemeinsamer Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf an der Schule am Aasee

Gliederung - Stand: April 2011

1. Allgemeine Informationen
2. Schülerschaft
3. Pädagogische Leitlinien
4. Säulen der inklusiven Unterrichtspraxis
4.1. Individualisierung und Differenzierung
4.2. Unterstützung der sozialen Integration
4.3. Kollegiales Arbeiten im Team
5. Weitere sonderpädagogische Handlungsfelder
5.1. Elternarbeit
5.2. Kooperation mit verschiedenen Institutionen
6. Zeugnisse und Abschlüsse
7. Räumliche, personelle und organisatorische Rahmen-bedingungen
8. Das pädagogische Konzept im Überblick

1. Allgemeine Informationen

An der Schule am Aasee (Ibbenbüren/Kreis Steinfurt) gibt es seit dem Schuljahr 2001/02 die Möglichkeit der Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Damit sollte in der Sekundarstufe I der Gemeinsame Unterricht (GU) der ortsansässigen Grundschule (Mauritiusschule) fortgesetzt werden. 2001 begann die Schule am Aasee den gemeinsamen Unterricht mit der Einrichtung von sonderpädagogischen Fördergruppen. Diese wurden in der Schule am Aasee von Anfang an nicht exklusiv als eigenständige Klassen sondern inklusiv als zugehörig zu jeweils einer Hauptschulkasse geführt. Zum Schuljahr 2006/07 wurde keine Sonderpädagogische Fördergruppe mehr genehmigt. Alternativ dazu entstand die neue rechtliche Form der ´Integrativen Lerngruppe` mit der Idee eines größtmöglichen Anteils gemeinsamen Lernens. Die bewährte inklusive Unterrichtspraxis an der Schule am Aasee konnte so fortgesetzt werden und erhielt durch die gesetzlichen Veränderungen eine verbesserte rechtliche Grundlage. Zurzeit besuchen 32 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf die Schule am Aasee. Sie verteilen sich auf 5 Integrationsklassen. Zu den Integrationsklassen gehören jeweils 4 bis 8 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Sie werden unterstützt von vier Sonderpädagoginnen und mehreren Hauptschullehrer/innen, die als zweite Lehrkraft in den meisten Unterrichtsstunden präsent sind. Zwei Sonderpädagoginnen sind mit ihrer vollen Lehrerstelle der Schule am Aasee zugeordnet. Die anderen beiden Sonderpädagoginnen unterrichten dazu noch an einer Förderschule.

2. Schülerschaft

In den Integrativen Lerngruppen werden Schülerinnen und Schüler zieldifferent im Bildungsgang des Förderschwerpunkts Lernen unterrichtet. Zurzeit sind an der Schule am Aasee folgende sonderpädagogische Förderschwerpunkte vertreten:

- Lernen
- Sprache
- Körperliche und motorische Entwicklung

Bei einzelnen Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf liegen zwei Förderschwerpunkte in Kombination vor, von denen einer von ihnen als vorrangiger Förderschwerpunkt festgestellt worden ist. Mittlerweile kommen die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf nicht mehr nur aus der "GU-Grundschule", sondern sowohl im Rahmen eines Förderortwechsels aus den umliegenden Förderschulen als auch neu im Rahmen des AO-SF überprüft aus der Hauptschule.

3. Pädagogische Leitlinien

Mit dem gemeinsamen Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf stellt sich die Schule am Aasee den besonderen Herausforderungen einer inklusiven Pädagogik. Der gemeinsame Unterricht wird als Schulentwicklungsauftrag verstanden. Denn Inklusion ist mehr als nur Hineinlassen. Inklusion heißt systemische Veränderung von Schule, sodass sie den Bedürfnissen, Interessen und Fähigkeiten aller Schülerinnen und Schüler gerecht wird. "Inklusion ist nicht die Türen aufmachen und die Menschen mit Behinderung "auch hinein lassen" sondern Mauern verschieben, damit alle drin sein können!" (1)
Einer inklusiven Pädagogik liegt die pädagogische Haltung zugrunde: Alle sind willkommen, niemand wird ausgesondert oder ausgegrenzt. Individualität wird wertgeschätzt - Vielfältigkeit wird in ihrer pädagogischen Herausforderung begriffen - Rücksichtnahme und Respekt werden gepflegt. Die große Heterogenität der Schülerschaft im gemeinsamen Unterricht wird als pädagogische Chance für Individualisierung und Differenzierung begriffen. Verschiedenheit soll für alle als etwas Positives und Anregendes erfahren werden. Die Stärken eines jeden Schülers werden in den Blick genommen. Alle Lehrkräfte fühlen sich für alle Schüler verantwortlich. Pädagogische Entscheidungen im Schulalltag finden im ständigen Spannungsfeld der sich ergänzenden pädagogischen Prinzipien "Individualisierung" und "Solidarität" statt. "Individualisierung" bedeutet die Orientierung an den individuellen Bedürfnissen, Interessen und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler. Solidarität steht für wichtige soziale Erfahrungen in der Gruppe wie verständnisvolles und gleichberechtigtes Miteinander, Akzeptanz, Erfahrungen des Angenommenseins - Erleben, dass der Wert eines Menschen im Personsein, unabhängig von äußeren Merkmalen und Fä¬higkeiten liegt. Erst im Spannungsfeld von Solidarität und Individualisierung kann sich eine Persönlichkeit entwickeln, die selbstbewusst sowohl ihre Fähigkeiten als auch ihre Grenzen kennt und annimmt.

4. Säulen der inklusiven Unterrichtspraxis

4.1 Individualisierung und Differenzierung

Individualisierung und Differenzierung sind grundlegend für den gemeinsamen Unterricht. Jede und jeder soll entsprechend seiner Stärken und Schwächen individuell unterstützt und gefördert werden. Es wird auf gleichschrittiges Lernen und auf einheitliche Lernziele verzichtet. Stattdessen werden die Lernanforderungen in individuellen Förderplänen auf die Lernbedürfnisse der Schülerinnen und Schüler abgestimmt. Hierbei werden im Blick auf die Stärken und Schwächen individuelle Förderziele und entsprechende pädagogische Maßnahmen festgelegt und fortlaufend evaluiert. Der Unterricht findet weitgehend gemeinsam in der Integrationsklasse statt. Hier gilt der Grundsatz: Soviel gemeinsames Lernen wie möglich und getrennte Förderung nur, wo sie notwendig ist. Häufig ist der Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler themengleich jedoch zieldifferent, d.h. bei der Behandlung eines gemeinsamen Themas verfolgt er entsprechend der verschiedenen Lernniveaus unterschiedliche Ziele. Innere Differenzierungsmaßnahmen sowie besondere Unterrichtsformen und Methoden ermöglichen das Lernen auf unterschiedlichen Niveaus (Reduzierung von Frontalunterricht/ Arbeit nach individuellen Arbeitsplänen/ Einsatz von Medien und Materialien, die der Heterogenität der Schülerschaft Rechnung tragen/ Berücksichtigung von Anschaulichkeit und Handlungsorientierung/ projektorientierter Unterricht...). Die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden nach der Stundentafel der Hauptschule unterrichtet. Grundlage des Unterrichts sind die Bildungspläne der entsprechenden Förderschule in enger Anbindung an die Richtlinien und Rahmenlehrpläne der Hauptschule. Die Klassenkonferenz kann für einzelne Schülerinnen oder Schüler beschließen, dass anstatt Englisch verstärkt Bildungsangebote in anderen Fächern angeboten werden. Dieser Unterricht findet in der Regel im Rahmen einer äußeren Differenzierung in Kleingruppen statt.

4.2. Unterstützung der sozialen Integration

Neben der zieldifferenten Förderung ist im gemeinsamen Unterricht die soziale Integration ein besonderes Aufgabenfeld, das in der Schule am Assee im Blickpunkt pädagogischer Planung und Unterstützung steht. Hier geht es um das pädagogische Prinzip "Solidarität":

Jeder soll sich als gleichberechtigtes Mitglied der Klasse dazugehörig fühlen. Die Klasse soll für alle, auch für die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, zur sozialen und emotionalen Heimat werden. Hinzu kommt der offene und akzeptierende Umgang mit den unterschiedlichen Fähigkeiten, Lernniveaus und Lernbedürfnissen. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse erleben im Unterricht, dass es in Ordnung ist "anders" zu sein. Verschiedenheit soll von Anfang an als Quelle der Anregung und Ergänzung erfahren werden. Soziale Integration geschieht nicht automatisch von selbst. Neueste Studien decken sich mit unseren Erfahrungen: In heterogenen Lerngruppen finden exkludierende Prozesse statt. Bei Schülerinnen und Schülern mit geringerem Lernniveau kann es zur Ausgrenzung und sozialer Ablehnung sowie zur Entwicklung eines negativen Selbstkonzepts kommen. So ist ein entscheidendes (sonder-) pädagogisches Aufgabenfeld im gemeinsamen Unterricht, exkludierende Prozesse unter den Schülerinnen und Schülern zu verhindern und ihnen entgegenzuwirken. In regelmäßigen Gesprächsrunden aber auch in Einzelgesprächen haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit soziale Prozesse zu reflektieren, Konflikte zu bearbeiten, ihre Ängste, Wünsche und Bedürfnisse zu artikulieren. Spezielle Angebote im Sportunterricht, Musik, Theater und Projekte unterstützen das Gemeinschaftsgefühl. Im Unterricht werden soziale Themenkomplexe (Anders sein, verschiedene Schüler - verschiedene Schulen, Mobbing und Ausgrenzung) aufgegriffen und bearbeitet. Klassenaktionen wie zum Beispiel Spielnachmittage, Klassenfeste, Lesenächte, Klassenfahrten oder Schulwanderungen ermöglichen gemeinsame Erfahrungen und unterstützen das Gemeinschaftsgefühl. Auch außerhalb der Klasse wird die soziale Integration gestärkt: So gibt es in der Schule am Aasee Betätigungs- und Profilierungsmöglichkeiten außerhalb des Unterrichts (Kiosk, Schulchor, Cafeteria, Instrumentalunterricht, Schulradio, Reparatur-AG, Mofa-Führerschein .). Die Teilnahme an Schulveranstaltungen, Sportfesten, Projektwochen, Arbeitsgemeinschaften, Schachturnieren (Euregio), Skiwochen und Schüleraustauschprogrammen (Minsk, Rievidza) aber auch die täglichen Kontakte in den Pausen auf dem Schulhof bieten ein soziales Lernfeld über die Klassen- und Schulgrenzen hinaus.

4.3. Kollegiales Arbeiten im Team

Eine gut funktionierende Teamarbeit ist die Basis des gemeinsamen Unterrichts. Auch Studien zum gemeinsamen Unterricht weisen darauf hin "dass die Entwicklung von kommunikativen Strukturen zur Intensivierung der Kooperation zwischen den Lehrkräften ein zentraler Aspekt gelingender integrativer Arbeit ist." (2)

Mittlerweile unterrichten an der Schule am Aasee in vielen Unterrichtsstunden zwei Lehrer zusammen in einer Klasse (Team-teaching). Die Zusammenarbeit der beiden Lehrer im Team -teaching kann in vielfältiger Form stattfinden. Die Kooperationsformen und Aufgabenbereiche in den einzelnen Unterrichtsstunden werden in Teambesprechungen festgelegt. So kann die zweite Lehrkraft z.B. gezielt einzelne Schüler oder Schülergruppen unterstützen. Es können auch beide Lehrkräfte im Unterricht gemeinsam oder abwechselnd die Führung übernehmen. Mittlerweile haben an der Schule am Aasee fast alle Lehrer Erfahrungen mit dem Unterricht im Team.

Grundvoraussetzung für eine effektive und gute Zusammenarbeit im Unterricht sind regelmäßige Planungs- und Besprechungszeiten, in denen Austausch, Beratung, Planung, Reflexion und Absprachen stattfinden. An der Schule am Aasee steht jedem Klassenlehrer im Rahmen seiner Pflichtstunden wöchentlich eine im Stundenplan fest verankerte Besprechungsstunde mit der Sonderpädagogin zur Verfügung. Die Lehrerinnen und Lehrer werden zu dieser Zeit in der Regel nicht für den Vertretungsunterricht herangezogen.

Teamarbeit erfordert Fairness, Offenheit, Kritikfähigkeit, Sachlichkeit, Toleranz und die Bereitschaft Kompromisse einzugehen. Folgende weitere Vorraussetzungen sind für die im gemeinsamen Unterricht arbeitenden Lehrer erforderlich:
- eine Grundhaltung im Sinne einer inklusiven Pädagogik,
- Sensibilität für die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf,
- die Bereitschaft sich im Unterricht auch auf die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf einzustellen,
- die Bereitschaft den Unterricht mit einer weiteren Lehrkraft im Team zu planen, zu erproben und gemeinsam
  neue Wege zu finden,
- die Bereitschaft auf einen gleichschrittigen Unterricht zu verzichten,
- sowie die Bereitschaft zusätzliche Zeiten für Teamsitzungen zu investieren.

In der Schule am Aasee hat sich ein differenziertes Netz von Kommunikations- und Kooperationsstrukturen ausgebildet, das Grundvoraussetzung für eine effektive Arbeit im gemeinsamen Unterricht ist. So finden die Belange der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf Berücksichtigung in den:
- Lehrerkonferenzen
- Klassenkonferenzen
- Orientierungsstufenkonferenzen
- Jahrgangsstufenkonferenzen
- Fachkonferenzen
- wöchentlichen Besprechungen aller Sonderpädagoginnen
- regelmäßigen Förderkonferenzen
- Planungstreffen der im Unterricht zusammenarbeitenden Lehrer
- Beratungsangeboten der Sonderpädagoginnen für Hauptschullehrer die als zweite Lehrkraft eingesetzt werden
- Beratungen mit der Sozialpädagogin über Probleme mit einzelnen Schülerinnen oder Schülern
- Besprechungen von Schulleitung und Sonderpädagogen zu schulorganisatorischen Fragen (z.B. Stundenplangestaltung der   Integrationsklassen, Einsatz der zweiten Lehrkräfte im Unterricht, .)

Unsere Erfahrungen zeigen, dass die Arbeit im Team einen positiven Einfluss auf Unterricht und Erziehung hat. Die Zusammenarbeit von Lehrerinnen und Lehrern mit unterschiedlichen Ausbildungsrichtungen, Kompetenzen, Begabungen/Interessen und Charaktere führt zu kreativen Lösungen für den Unterricht. Die Mehrperspektivität ermöglicht einen umfassenderen Blick auf alle Schülerinnen und Schüler. Eine gute Kooperation der Lehrerinnen und Lehrer ist ein positives Modell für die Schülerinnen und Schüler im Hinblick auf kooperative Umgangsformen.

5. Weitere sonderpädagogischen Handlungsfelder

5.1. Elternarbeit

Die Arbeit mit Eltern von Kindern und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf ist zum Teil sehr intensiv. (Elternabende zu sonderpädagogischen Fragestellungen, Beratung einzelner Eltern bei behindertenspezifischen Problemen, Vermittlung an therapeutische Einrichtungen, individuelle Beratung in Schul- und Erziehungsfragen, Zusammenarbeit bei der Berufsvorbereitung...). Die Bekanntschaft und Kommunikation der Eltern einer Integrativen Lerngruppe unterstützt das gegenseitige Verständnis und die soziale Integration in der Klasse. An Spielnachmittagen, Klassenfesten und Aufführungsveranstaltungen können Eltern Kontakte knüpfen und soziales Miteinander erleben. Durch die aktive Mitarbeit in den Schulgremien (Schulkonferenz, Klassen- und Schulpflegschaft) und an sonstigen schulischen Veranstaltungen (Schulfest, Weihnachtsbasar, Förderverein...) haben die Eltern die Möglichkeit, die Belange der behinderten Schülerinnen und Schüler einzubringen und Schulleben aktiv mitzugestalten. Integration als fester Bestandteil der Schule kann so immer mehr auch für nicht unmittelbar beteiligte Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie Schüler und Schülerinnen selbstverständlich werden.

5.2. Kooperation mit verschiedenen Institutionen

Es findet eine enge Zusammenarbeit mit der ortsansässigen integrativ arbeitenden Grundschule (Mauritiusschule) sowie mit den benachbarten Förderschulen (Helen-Keller-Schule/Ibbenbüren, Peter-Pan-Schule/Rheine, Janusz-Korczak-Schule/Uf-feln, Ernst-Klee-Schule/Mettingen .) statt. Hier geht es um Information, Austausch und Beratung über einzelne Schüler aber auch über unterrichtliche, pädagogische und konzeptionelle Fragen (z.B. Berufsvorbereitung, Zeugnisse, Schulabschlüsse). Zudem bestehen Kooperationen mit dem Jugendamt und mit Einrichtungen der Jugendhilfe (Sozialpädagogische Familienhilfe, Tagesgruppe, Erziehungsbeistand...) sowie mit therapeutischen Einrichtungen (Logopädische Praxis, Erziehungsberatungsstelle, psychologischer Beratungsdienst, ergotherapeutische Praxis, Krankengymnastik, Psychomotorikgruppe, Kinder- und Jugendpsychiatrie ...). Des Weiteren findet eine speziell auf die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf ausgerichtete Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit statt (Untersuchungs- und Beratungstermine in der Agentur für Arbeit, individuelle Berufsberatung durch den zuständigen Reha-Berater an der Schule, .). Hinzu kommen Kontakte, Austausch und Beratung mit dem Integrationsfachdienst sowie mit Einrichtungen des Berufsbildungsbereichs (Kreishandwerkeschaft, Berufsbildungswerke, Ledder Werkstätten, Christliches Jugenddorf/ Burgsteinfurt,.).

6. Zeugnisse und Abschlüsse

Die Zeugnisse für die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Förderschwerpunkt Lernen werden auf Formularen in Anlehnung an die der Schule am Aasee verfasst. Auf den Zeugnissen werden die Ergebnisse des Lernens sowie individuelle Anstrengungen und Lernfortschritte in einem Text beschrieben. Zusätzlich können die Schülerinnen und Schüler in einzelnen Fächern Noten erhalten, vorausgesetzt die Leistungen sind mit der vorhergehenden Jahrgangsstufe der Hauptschule vergleichbar. Fächer, in denen die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf die Ziele der Hauptschulklasse ihrer Jahrgangsstufe erreichen, werden unter ´Bemerkungen` aufgeführt. Dazu wird unter "Bemerkungen" der Maßstab der Bewertung sowie die Art der sonderpädagogischen Förderung auf dem Zeugnis kenntlich gemacht. Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen können an der Schule am Aasee folgende Abschlüsse erreichen:

- "Hauptschulabschluss" (HS 9), falls sie nach dem 10. Schuljahr das Ziel der Klasse 9 der Hauptschule erreicht haben,
- "Abschluss des Bildungsgangs im Förderschwerpunkt Lernen" nach der 10. Klasse, falls sie nicht das Ziel der Klasse 9 der   Hauptschule erreicht haben.

7. Räumliche, personelle und organisatorische Rahmenbedingungen

Den Integrativen Lerngruppen stehen zwei zusätzliche Unterrichtsräume für äußere Differenzierungsmaßnahmen zur Verfügung.

Die Lehrer des Kernteams unterrichten möglichst viele Unterrichtsstunden in der Integrativen Lerngruppe. Eine begrenzte Anzahl von Lehrern in einer Klasse ermöglicht den Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf eine personale Überschaubarkeit sowie feste Bezugspersonen. Auch erleichtert sie die Kooperation von Sonderpädagogen und Hauptschullehrern. Hinzu kommt, dass sie eine bessere Einsatzplanung der Sonderpädagogen in mehreren Integrativen Lerngruppen ermöglicht.

Für die Übernahme der Verantwortung als Klassenlehrer in einer Integrativen Lerngruppe gilt in der Regel das Prinzip der Freiwilligkeit. Lehrpersonen, die ausdrücklich integrativ arbeiten möchten, werden bei der Auswahl der im gemeinsamen Unterricht arbeitenden Lehrer besonders berücksichtigt.

Der Stundenplan der Sonderpädagoginnen wird in Absprache mit den Lehrern des Kernteams flexibel auf die individuellen Förderbedürfnisse der Schülerinnen und Schüler ausgerichtet. Falls ein Sonderpädagoge den Unterricht in zwei Integrativen Lerngruppen unterstützt, müssen die Stundenpläne dieser Klassen gut aufeinander abgestimmt werden. Der Einsatz der sonderpädagogischen Lehrkräfte in zwei Schulen (Förderschule/ allgemeine Schule) erfordert eine Kooperation der Schulen bezüglich einer sinnvollen Stundenplangestaltung.

Die sonderpädagogischen Lehrkräfte werden vor allem in den Hauptfächern eingesetzt. Eine möglichst enge Zusammenarbeit mit dem Klassenlehrer im Gemeinsamen Unterricht wird bei der Stundenplangestaltung mitberücksichtigt.

Konsequente "Doppelbesetzung" (möglichst durch eine sonderpädagogische Lehrkraft) erfolgt im Fach Englisch um einzelnen Schüler - falls nötig - eine alternative Förderung in anderen Lernbereichen anbieten zu können.

Der Stellenzuschlag für den Unterrichtsmehrbedarf aus dem Kapitel Hauptschule wird in Kooperation mit der Schulleitung und den Sonderpädagogen flexibel zur Unterstützung der Integration genutzt: Er stellt vor allem die zieldifferente Förderung der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf sicher. Wechselnde "Doppelbesetzungen" für ein Unterrichtsfach in einer GU Klasse werden möglichst vermieden, sodass sich klare Zuständigkeiten für die zieldifferente Förderung in einem Fach ergeben. Insgesamt wird die Anzahl der Hauptschullehrer,die als zweite Lehrkraft den GU unterstützen, pro Klasse gering und damit für alle Beteiligten überschaubar gehalten.

Grundlage für einen gelungenen gemeinsamen Unterricht ist die gemeinsame Planung der im Unterricht zusammenarbeitenden Lehrkräfte. Die Beratung und Kooperation der Lehrkräfte erfordert regelmäßige Beratungs- und Besprechungszeiten. Diese fest im Stundenplan verankerten Besprechungsstunden werden in der Regel nicht für Vertretungsunterricht eingesetzt. Lehrkräfte mit einem hohen zeitlichen Besprechungs- und Beratungsaufwand erhalten hierfür einen Ausgleich.


Das pädagogische Konzept im Überblick

Gemeinsamer Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf an der Schule am Aasee

Grafik


C. Arbeitslehre Wirtschaft und Berufsorientierung

Berufswahlorientierung - Jahresübersicht 2010/2011 siehe den Link "Berufswahlorientierung - Jahresüberblick"


Der Berufswahlpass

unterstützt junge Menschen, sich bei der Wahl eines Berufes zu orientieren, und begleitet diesen Prozess.

Der Berufswahlpass, der von den Schülerinnen und Schülern selbst geführt und mit Einträgen und Dokumenten versehen wird, ist ein bewährtes Instrument zur beruflichen Orientierung im Rahmen des schulischen Berufsorientierungsprozesses. Der Berufswahlpass wird im Unterricht aller Schulformen ab der Sekundarstufe I (z. T. schon ab der 7. Klasse) eingesetzt und kann die Jugendlichen ein Leben lang begleiten.

Diese Arbeits- und Dokumentationsmappe hält Antworten und Hilfen zu möglichen Fragen parat. Wichtig ist, dass es bei der Arbeit mit dem Berufswahlpass zu Gesprächen zwischen Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern, Lehrkräften, Beraterinnen und Beratern über Berufswünsche, Ausbildungswege, Berufsalltag usw. kommt. Es ist ein Anliegen der Autorinnen und Autoren, dass es zu einem intensiven Austausch auch über die Inhalte des Berufswahlpasses kommt.

1. In der Einführung wird ein Überblick über Elemente einer zielgerichteten Berufsorientierung gegeben, d. h. es werden sieben Schritte zur Findung eines Berufes oder einer Studienrichtung aufgezeigt. Gleich hier im Anfang können Eltern ihr schriftliches Einverständnis (An der Schule am Aasee möglichst bis Ende der 8. Jahrgangsstufe) zur Verwendung der im BWP enthaltenen Daten, z. B. für die Berufsberatung geben und sind so wiederum mit in den Berufsorientierungsprozess mit eingebunden.

2. In Teil 1 "Angebote zur Berufsorientierung" z. B. unter der Fragestellung "Wer macht was bei der Berufsorientierung?" sind neben der Schülerin bzw. dem Schüler selbst, die Schule, die Berufsberatung, die Betriebe, die Eltern und deren Aufgaben als wichtige Partner im gesamten Orientierungsprozess mit aufgeführt. (An der Schule am Aasee möglichst bis Ende der 8. Jahrgangsstufe)

3. In Teil 2 "Weg zur Berufswahl" geht es um die Klärung von schulischen und außerschulischen Interessen, Selbst - und Fremdeinschätzungen zur Ermittlung von Kompetenzen. Zur persönlichen Lernplanung findet die Schülerin bzw. der Schüler eine Checkliste, in der es zu so wichtigen Fragestellungen kommt wie u. a.: "Passen deine Stärken zu den beruflichen Anforderungen?" Hier werden die Jugendlichen nicht damit allein gelassen, sondern das Ergebnis der Lernplanung führt zu einem Beratungsgespräch, das protokolliert wird. Außerdem findet sich hier eine Anregung zur Planung von Übergangsschritten für die Zeit nach der Allgemeinbildenden Schule in eine betriebliche Ausbildung bzw. in eine weiterführende Schule. (An der Schule am Aasee sollen die Selbst- und Fremdeinschätzungen zur Ermittlung von Kompetenzen möglichst in der 7./8. und 9. Jahrgangsstufe wiederholt erfolgen. In der 9. Jahrgangsstufe soll diese Ermittlung der Kompetenzen mithilfe von "Check deine Talente" auf der Internetseite www.planet-beruf.de der Agentur für Arbeit im AW-Unterricht aufgezeigt werden. Die intensive Durchführung muss und soll jedoch als Hausaufgabe erfolgen.)

4. In Teil 3 "Dokumentation" findet sich die eigentliche Berufswahlpass-Seite, auf der alle Informationen für einen Start in den Beruf zusammengefasst sind, als da sind: persönliche Daten, Interessen, Stärken, Berufsziele, Praktika und anderweitige Praxiserfahrungen und Bescheinigungen. Hier finden die Jugendlichen Hilfen, um die gesammelten Unterlagen und Bescheinigungen zu sortieren und zu bewerten.

5. Im Teil 4 "Hilfen zur Lebensplanung" gibt es Hinweise zum Umgang mit persönlichen Unterlagen und zu Themen wie: eigenes Zimmer/eigene Wohnung, das Auskommen mit dem Einkommen, Versicherungen und Ämter.

6. Das achtseitige Aufgabenheft enthält einen Fahrplan über einzelne Schritte zur Berufswahlentscheidung mit Datumsangaben und Erledigungsvermerken. Das Aufgabenheft ist eine wichtige Orientierungshilfe für die Jugendlichen.


D. Klassenlehrerteams

Beschreibung

Das Konzept der Klassenleitung im Team ist an einer Hauptschule besonders sinnvoll, hier vor allem in der Unter- und Mittelstufe. Dabei decken diese zwei Lehrpersonen einen relativ breiten Fächerkanon ab, in der Regel von Klasse 5 bis zum Abschluss der Klasse 9. Wünschenswert, aber nicht immer realisierbar ist es, dass jeweils ein Mann und eine Frau dieses Team bilden.

Konsequenzen

- Damit haben die Schüler und Schülerinnen zuverlässig und nachhaltig zwei Ansprechpersonen, die sie über ihren jeweils   aktuellen Leistungsstand hinaus kennen und verstehen
- Die beiden Klassenlehrer haben Kenntnisse in einem weitaus breiteren Kontext über den gesamten Entwicklungsstand eines   Kindes, seine Potentiale, seine individuellen und sozialen Schwierigkeiten. Über diesen langen und oft entscheidenden   Zeitraum von vier Jahren in einem prägenden Alter sind in der Regel auch die familiären Verhältnisse im Blick, selbst wenn -   wie häufig bei Eltern aus bildungsfernen Schichten oder mit Migrationshintergrund - eine Kooperation gerade in den   problematischeren Fällen schwierig bis manchmal nahezu unmöglich ist. Hier übernehmen Lehrer nicht selten Aufgaben, die   traditionell dem Elternhaus zugewiesen werden.
- Auch für die Eltern werden die Kontakte mit Lehrern als Ansprechpartner, die sie längerfristig kennen, leichter gemacht.   Informellere Treffen wie Elternstammtische, Schulfeste, das deutliche Signal der Ansprechbereitschaft etc. überwinden eher   und problemloser Kommunikationshemmnisse und Missverständnisse.
- Der Austausch zwischen zwei Lehrern als Klassenleitungsteam über Ansätze zur Fehlentwicklung, wie Auffälligkeiten im   Leistungs- oder Verhaltensbereich eines Kindes ist schneller im Informationsfluss, konzentrierter und häufiger möglich, auch   informell. Damit ist eine Prozessbeobachtung des einzelnen Schülers deutlich erleichtert. Maßnahmen wie Förderbedarf oder   pädagogisch - psychologische Unterstützung greifen, oft unter Hinzuziehung und Fachberatung weiterer Personen, schneller,   konsequenter und zielgenauer.
- Von diesem Erfahrungs- und Kenntnisstand ausgehend können dann auch die Fachlehrer unbürokratisch und zeitgerecht   informiert werden. Davon profitieren die Pädagogen und die Schüler.

Zusammenfassung

Der Ansatz des Klassenleitungsteams nimmt differenzierter, schneller und ganzheitlich das einzelne Kind im Prozess seiner Entwicklung wahr als ein reines Fachlehrerprinzip.